Lohnt sich der Louvre?

Die Louvre-Pyramide und der beleuchtete Cour Napoléon des Louvre-Museums in der Abenddämmerung

Kurze Antwort: Der Louvre lohnt sich, wenn du mit einem Plan hingehst – ohne Plan wird er schnell frustrierend. Er beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt in einem ehemaligen Königspalast, ist aber auch riesig, voll und ein Ort, an dem man sich leicht verläuft. Wer sich ein paar Flügel aussucht, ein Zeitfenster bucht und akzeptiert, nur einen Bruchteil zu sehen, ist meist begeistert. Wer nur wegen der Mona Lisa kommt, fragt sich hinterher oft, was der ganze Rummel soll.

Lass dich von einem Guide durch die Menge zur Mona Lisa, zur Venus von Milo und zur Nike von Samothrake führen
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Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Links zu GetYourGuide. Wenn du darüber buchst, erhält People & Media eventuell eine kleine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Lohnt sich für alle, die sich auch nur ein bisschen für Kunst, Geschichte oder Architektur interessieren – solange du nicht versuchst, alles zu sehen.
  • Buch online ein Ticket mit Zeitfenster. Vor Ort verkauft das Museum nur dann Tickets, wenn wenig los ist.
  • Besucher von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) zahlen inzwischen mehr als EWR-Bürger und -Einwohner – prüf also, welcher Tarif für dich gilt.
  • Mittwoch- und Freitagabend sind der beste Geheimtipp: Dann hat das Museum bis 21 Uhr geöffnet.
  • Dienstags ist der Louvre geschlossen – daran scheitern erstaunlich viele Besucher.

Lohnt sich der Louvre? Unsere ehrliche Einschätzung

Der Louvre leidet unter seinem eigenen Ruhm. Sein berühmtestes Gemälde ist klein, hängt hinter Glas und ist von einer Menschenmenge mit hochgereckten Handys umringt. Gleichzeitig stehst du zwei Gehminuten entfernt fast allein vor französischen Meisterwerken in Hausgröße. Ob sich der Louvre lohnt, hängt davon ab, auf welches dieser beiden Erlebnisse du deinen Besuch ausrichtest.

  • Lohnt sich auf jeden Fall: die Nike von Samothrake oben an der Daru-Treppe, die italienischen und französischen Gemälde im Denon-Flügel und der Palast selbst, einschließlich der mittelalterlichen Fundamente unter dem Sully-Flügel.
  • Lohnt sich, wenn du Antike magst: die ägyptische Sammlung und die Säle zum Alten Orient, in denen es deutlich ruhiger zugeht als in den Gemäldesälen.
  • Für viele enttäuschend: die Mona Lisa – nicht wegen des Bildes, sondern wegen der Art, wie du es zu sehen bekommst.
  • Lohnt sich nicht: eine gehetzte Stunde an einem Sonntagnachmittag ohne Ticket, ohne Plan und ohne Ahnung, wohin.

Und die Mona Lisa?

Menschenmenge fotografiert die Mona Lisa hinter einer Absperrung in der Salle des États im Louvre
Das Gedränge vor der Mona Lisa in der Salle des États (Foto: Stefan Wloch, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons)

Leonardos Porträt hängt in der Salle des États (Saal 711, Denon-Flügel, Ebene 1), dem größten Saal des Palasts. Stell dich auf Folgendes ein: Du wartest in einer abgesperrten Schlange, bekommst einen kurzen Moment an einer Absperrung in einigem Abstand zum Bild und musst dann weiter. Einmal lohnt sich das, aber lass es nicht die Hälfte deines Besuchs auffressen.

Die gute Nachricht ist, was sonst noch im selben Saal hängt. Gegenüber der Mona Lisa hängt Veroneses Hochzeit zu Kana, das größte Gemälde der Louvre-Sammlung – und die meisten drehen sich kaum danach um. In den Nachbarsälen findest du Tizian, Raffael und die großformatigen französischen Gemälde wie Delacroix‘ Die Freiheit führt das Volk und Géricaults Das Floß der Medusa.

Tipp: Geh gleich morgens oder bei einer Abendöffnung in die Salle des États. Je später es an einem normalen Wochentag wird, desto dichter ist das Gedränge.

So planst du deine Route durch die drei Flügel

Besucher in der Grande Galerie mit italienischer Malerei im Denon-Flügel des Louvre
Die Grande Galerie im Denon-Flügel (Foto: Fred Romero from Paris, France, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Das Museum ist in drei Flügel aufgeteilt, die nach historischen Persönlichkeiten benannt sind und sich über mehrere Ebenen erstrecken. Wenn du dir einen oder zwei davon aussuchst, wird dein Besuch deutlich entspannter.

Denon-Flügel: die Publikumsmagneten

Die Mona Lisa, die italienische Renaissance, die großen französischen Gemälde, die Nike von Samothrake an der Daru-Treppe und griechische Antiken. Hier sind die Massen unterwegs, und hier verbringen die meisten geführten Highlight-Touren ihre Zeit.

Sully-Flügel: Palastgeschichte und antike Welten

Die Überreste der mittelalterlichen Louvre-Festung auf der unteren Ebene, ägyptische Altertümer, die Venus von Milo in der griechischen Sammlung und oben französische Malerei. Gut für Familien und für alle, die verstehen wollen, wie aus der Burg ein Palast und aus dem Palast ein Museum wurde.

Richelieu-Flügel: die ruhigere Seite

Altertümer aus Mesopotamien, französische Skulpturen in überdachten Innenhöfen und nordeuropäische Malerei, darunter niederländische und flämische Meister. Wenn dich der Denon-Flügel geschafft hat, kannst du hier durchatmen.

Teile des Museums schließen wegen Renovierung oder Personalmangel, prüf also am Vortag die Liste der geöffneten Säle auf louvre.fr. Sie wird regelmäßig aktualisiert, und es wäre schade, deinen Besuch um einen Saal herum zu planen, der dann geschlossen ist.

Was kostet der Louvre? Tickets und Preise

Ermäßigte Tickets gibt es im Louvre nicht. Stattdessen haben bestimmte Gruppen freien Eintritt, und für Erwachsene gibt es zwei Tarife – je nachdem, wo du herkommst. Laut offizieller Louvre-Website zum Zeitpunkt der Recherche:

Ticket Preis
EWR-Tarif (Einwohner oder Staatsangehörige des Europäischen Wirtschaftsraums) 22 €
Nicht-EWR-Tarif (zum Beispiel für Besucher aus Großbritannien, den USA oder Australien) 32 €
Unter 18 Jahren sowie EWR-Einwohner unter 26 Kostenlos (kostenloses Zeitfenster buchen)
Führung oder Workshop des Museums (zusätzlich zum Eintritt) 12 € (ermäßigt 9 €)
Audioguide 6 €

Deutschland und Österreich gehören zum EWR: Kommst du von dort, zahlst du den EWR-Tarif – und wohnst du im EWR und bist unter 26, ist der Eintritt frei. Die Schweiz ist kein EWR-Mitglied; prüf als Schweizer:in vor der Buchung auf louvre.fr, welcher Tarif für dich gilt.

Dein Ticket umfasst außerdem die Dauerausstellung, die Wechselausstellungen (für Ausstellungen in der Halle Napoléon brauchst du ein eigenes Zeitfenster) und den Eintritt ins Musée National Eugène-Delacroix am selben oder am nächsten Tag. Laut Museum ist der Eintritt für alle am ersten Freitagabend des Monats ab 18 Uhr (außer im Juli und August) sowie am 14. Juli frei.

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Zwei Dinge solltest du wissen: Tickets gelten nur für das gewählte Datum und Zeitfenster und können weder umgebucht noch erstattet werden, und wer das Museum verlässt, kommt nicht wieder hinein. Offizielle Tickets gibt es auf ticket.louvre.fr. Das Museum warnt vor nachgemachten Websites und Straßenverkäufern, die Tickets zum angeblichen „Schlange-Überspringen“ anbieten.

Mit Führung oder auf eigene Faust?

Der Louvre ist eines der wenigen Museen, in denen ein Guide das Erlebnis wirklich verändert. Das liegt nicht an schlechten Beschriftungen, sondern daran, dass das Gebäude ein Labyrinth ist – und ein guter Guide kennt den kürzesten Weg zwischen den großen Namen und die Geschichten, die sie sehenswert machen.

Geh auf eigene Faust, wenn du eine klare Liste hast, gut mit Plänen zurechtkommst und in weniger berühmten Sälen verweilen möchtest. Lade dir den kostenlosen Museumsplan herunter oder hol ihn dir am Infoschalter (in neun Sprachen erhältlich) und überleg dir, ob du den offiziellen Audioguide nimmst.

Buch eine Führung, wenn es dein erster Besuch ist, du nur ein oder zwei Stunden hast oder mit Leuten unterwegs bist, die nach dem dritten Gemäldesaal die Lust verlieren. Auch dann brauchst du ein Zeitfenster – prüf also, ob die Tour dein Eintrittsticket enthält.

Ein paar Angebote auf GetYourGuide zum Vergleichen:

Wie lange braucht man für den Louvre?

  • 2 Stunden: die „großen Drei“ (Mona Lisa, Venus von Milo, Nike von Samothrake) plus die Gemälde drumherum. So viel schaffen die meisten Highlight-Touren.
  • 3 bis 4 Stunden: ein Flügel in Ruhe plus die Highlights. Für die meisten die ideale Dauer.
  • Ein ganzer Tag: nur mit langer Mittagspause realistisch, denn die Museumsmüdigkeit setzt schnell ein. Da du nach dem Verlassen nicht wieder hineinkommst, iss lieber drinnen.

Letzter Einlass ist eine Stunde vor Schließung, und 30 Minuten vor Schluss werden die Säle geräumt – komm also nicht zu spät, wenn du einen vollständigen Besuch willst.

Tipps für einen besseren Besuch im Louvre

  1. Nutze die Abendöffnungen. Laut offizieller Website ist das Museum montags, donnerstags, samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs und freitags bis 21 Uhr. Dienstags geschlossen.
  2. Wähl deinen Eingang mit Bedacht. Die Glaspyramide ist der Haupteingang und hat eine Schlange für Besucher mit Zeitfenster. Mit Ticket kannst du auch den Eingang Carrousel (über die unterirdische Einkaufspassage) oder die Porte des Lions nehmen – das geht oft schneller, wenn die Schlange an der Pyramide lang ist.
  3. Fahr mit der Metro bis Palais-Royal – Musée du Louvre (Linien 1 und 7) oder Pyramides (Linie 14). Auch der Batobus, das Flussshuttle, hat eine Haltestelle am Louvre.
  4. Fang am anderen Ende an. Die meisten steuern direkt auf die Mona Lisa zu. Mach zuerst einen ruhigeren Flügel oder geh gleich zur Öffnung in die Salle des États, bevor sich die Menge sammelt.
  5. Rechne mit einer Sicherheitskontrolle und nimm nur eine kleine Tasche mit.
  6. Teil dir deine Kräfte ein. Die Wege drinnen sind lang und die Böden hart. Trag bequeme Schuhe und plan mindestens eine Pause ein.
  7. Schau nach oben. Die bemalten Decken und Palasträume wie die Appartements Napoleons III. im Richelieu-Flügel sind genauso beeindruckend wie viele Gemälde.

Wann sich der Louvre nicht lohnt

  • Du magst Museen eigentlich nicht. Geh durch die Cour Napoléon, um die Pyramide zu sehen, schlendere durch den kostenlosen Tuileriengarten und gib dein Geld für etwas anderes aus.
  • Du liebst den Impressionismus. Die Gemälde im Louvre enden größtenteils Mitte des 19. Jahrhunderts. Für Monet, Renoir und Van Gogh ist das Musée d’Orsay auf der anderen Seite der Seine die richtige Adresse, und im Musée de l’Orangerie hängen Monets Seerosen.
  • Du gehst nur wegen der Mona Lisa hin. Den vollen Preis plus die Zeit zu investieren, um ein einziges Bild aus der Entfernung zu sehen, fühlt sich selten lohnend an.
  • Es ist Dienstag. Dann ist das Museum geschlossen. Plan deine Tage lieber um, statt es erst vor der Pyramide zu merken.

Fazit: Lohnt sich der Louvre?

Ja, der Louvre lohnt sich – mit Plan. Buch ein Zeitfenster, such dir deine Flügel aus, prüf die Liste der geöffneten Säle und überleg dir einen Mittwoch- oder Freitagabend. Schau dir die Mona Lisa an, wenn du möchtest, aber gib der Nike von Samothrake, der Hochzeit zu Kana und den ruhigeren Sälen die Zeit, die sie verdienen. Wenn du dich beim ersten Besuch nicht selbst durchnavigieren willst, vergleiche Führungen durch den Louvre und überlass die Routenplanung jemand anderem.

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Häufig gestellte Fragen

Muss man Louvre-Tickets im Voraus buchen?

In der Praxis ja. Das Museum rät allen Besuchern – auch denen mit freiem Eintritt –, online ein Ticket mit Zeitfenster zu buchen. Vor Ort werden Tickets nur verkauft, wenn wenig los ist.

Wie viel kostet der Eintritt in den Louvre?

Zum Zeitpunkt der Recherche 22 € für Einwohner und Staatsangehörige des Europäischen Wirtschaftsraums und 32 € für alle anderen Besucher. Unter 18-Jährige und EWR-Einwohner unter 26 haben freien Eintritt. Aktuelle Preise findest du auf louvre.fr.

Lohnt sich die Mona Lisa?

Einmal ja, aber schraub deine Erwartungen herunter. Du siehst sie von einer Absperrung aus, umringt von anderen Besuchern. Die Salle des États, in der sie hängt, mit Veroneses riesiger Hochzeit zu Kana, ist oft die größere Überraschung.

An welchem Tag hat der Louvre geschlossen?

Dienstags. Außerdem ist das Museum am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember geschlossen.

Ist der Louvre am ersten Sonntag im Monat kostenlos?

Nicht mehr. Laut Museum gilt der freie Eintritt für alle jetzt am ersten Freitag des Monats ab 18 Uhr (außer im Juli und August) sowie am 14. Juli.

Schafft man den Louvre in 2 Stunden?

Die wichtigsten Highlights schaffst du in zwei Stunden, vor allem mit Guide. Viel mehr aber nicht – konzentrier dich also auf einen Flügel.

Titelbild: Foto: Benh LIEU SONG (Flickr), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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