Lohnt sich der Eiffelturm?
Kurze Antwort: Ja, der Eiffelturm lohnt sich – einmal solltest du hinauffahren, aber bis ganz nach oben musst du nicht unbedingt. Für die meisten Besucher bietet die zweite Etage den schönsten Blick auf Paris: Auf 116 Metern erkennst du die Sehenswürdigkeiten noch im Detail, statt nur auf einen flachen Stadtplan zu schauen. Die Spitze ist ihren Aufpreis wert, wenn der Himmel klar ist, du ein Zeitfenster-Ticket gebucht hast und dir der Moment „ganz oben auf dem Turm“ wichtig ist. Wenn du nur das Foto willst, brauchst du überhaupt kein Ticket.
Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Links zu GetYourGuide. Wenn du darüber buchst, erhält People & Media eventuell eine kleine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten.
Das Wichtigste in Kürze
- Die zweite Etage ist der beste Kompromiss: nah genug, um den Louvre, Notre-Dame, Montmartre und die Schleifen der Seine zu erkennen.
- Bei der Spitze (276 m) geht es mehr ums Erlebnis als um die Aussicht: gläserne Aufzüge, Wind, das restaurierte Büro von Gustave Eiffel und eine Champagnerbar.
- Über die Treppe in die zweite Etage kommst du am günstigsten hinauf – und diese Tickets bekommst du oft auch noch kurzfristig.
- Für Juni bis September früh buchen: Aufzugtickets gibt es bis zu 90 Tage im Voraus, Treppentickets bis zu 60 Tage.
- Die Gärten und der Vorplatz unter dem Turm sind kostenlos, eine Sicherheitskontrolle gibt es trotzdem.
Lohnt sich der Eiffelturm? Das bekommst du für dein Ticket
Die häufigste Beschwerde über den Eiffelturm betrifft nicht die Aussicht, sondern alles drumherum: Schlangen an der Sicherheitskontrolle, Warten auf den Aufzug, eine zweite Schlange beim Umsteigen in den Aufzug zur Spitze und volle Aussichtsplattformen. Die häufigste positive Überraschung ist dagegen, wie beeindruckend die Konstruktion aus der Nähe wirkt. Durch das eiserne Gitterwerk nach oben zu steigen, ersetzt dir kein Foto vom Trocadéro.
- Lohnt sich: die zweite Etage zum Sonnenuntergang oder nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Lichter der Stadt angehen und der Turm zu jeder vollen Stunde glitzert.
- Lohnt sich, wenn du einigermaßen fit bist: die Treppe. Weniger Andrang, günstiger, und du siehst die Eisenkonstruktion aus nächster Nähe.
- Lohnt sich nur bei klarem Wetter: die Spitze. An einem diesigen oder verregneten Tag zahlst du extra, um auf Grau zu schauen.
- Überbewertet: nur die erste Etage. Der Glasboden macht fünf Minuten Spaß, aber an dem kommst du beim Abstieg sowieso vorbei.
- Lohnt sich nicht: im Juli mittags ohne Ticket aufzutauchen und auf dein Glück zu hoffen.
Zweite Etage oder Spitze?

Die zweite Etage (116 m)
Die offizielle Website beschreibt sie als die Ebene mit freiem Blick auf alle Monumente der französischen Hauptstadt – und das stimmt. Von hier aus findest du die Kuppel des Invalidendoms, das Grand Palais, Sacré-Cœur und die Seine ganz leicht. Außerdem gibt es eine Macaron-Bar, ein Buffet und das Restaurant Jules Verne. Mit einem Aufzugticket für die zweite Etage kannst du anschließend zu Fuß in die erste Etage hinuntergehen und dir unterwegs den Glasboden anschauen.
Die Spitze (276 m)
Nach oben geht es mit einem zweiten Satz gläserner Aufzüge, die von der oberen Plattform der zweiten Etage abfahren. Oben gibt es eine geschlossene Ebene und darüber eine offene, Panoramakarten mit den Entfernungen zu Städten auf der ganzen Welt, eine restaurierte Version von Gustave Eiffels privatem Büro mit Wachsfiguren von Eiffel und Thomas Edison sowie eine Champagnerbar. Bezahlt wird vor allem für das Gefühl, so hoch oben zu stehen, mit nichts als den Antennen über dir. Die Aussicht selbst ist weiter, aber weniger detailreich, und an vollen Tagen kann das Warten auf die Aufzüge zur Spitze der längste Teil deines Besuchs sein.
Unser Tipp: Nimm die Spitze, wenn es dein erster und wahrscheinlich einziger Besuch ist, die Wettervorhersage klar ist und du ein festes Zeitfenster buchen kannst. Nimm die zweite Etage, wenn du aufs Budget achtest, mit kleinen Kindern unterwegs bist, abends hinaufwillst oder das Wetter unsicher ist. Laut offizieller Website kannst du die Spitze nicht mehr dazubuchen, wenn du mit einem Ticket für die zweite Etage bereits oben bist – entscheide dich also vorher.
Treppe oder Aufzug?
Vom Boden bis zur zweiten Etage sind es 674 Stufen (327 bis zur ersten Etage, dann noch 347). Der Betreiber rechnet mit 15 bis 20 Minuten pro Etage, und es gibt breite Treppenabsätze zum Verschnaufen. Die Treppe zur Spitze ist für Besucher gesperrt; ein Ticket „Treppe + Aufzug“ heißt also: zu Fuß bis in die zweite Etage, ab dort mit dem Aufzug. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist die Treppe nicht geeignet, und mit kleinen Kindern oder Kinderwagen rät der Betreiber davon ab, weil man den Kinderwagen nirgends abstellen kann.
Was kostet der Eiffelturm? Tickets und Preise

Der Preis hängt davon ab, wie hoch du willst und ob du läufst oder den Aufzug nimmst. Das sind die offiziellen Einzelpreise auf toureiffel.paris zum Zeitpunkt der Recherche:
| Ticket | Erwachsene (ab 25) | Jugendliche (12–24) | Kinder (4–11) |
|---|---|---|---|
| Zweite Etage per Treppe | 14,80 € | 7,40 € | 3,80 € |
| Zweite Etage per Aufzug | 23,50 € | 11,80 € | 6,00 € |
| Spitze: Treppe bis zur 2. Etage + Aufzug | 28,00 € | 14,00 € | 7,00 € |
| Spitze per Aufzug | 36,70 € | 18,40 € | 9,20 € |
Kinder unter 4 Jahren sind frei, brauchen aber trotzdem ein kostenloses Ticket. Besucher mit Behindertenausweis (plus eine Begleitperson) zahlen den Kinderpreis. E-Tickets sind personalisiert, also nimm für alle einen Ausweis mit – auch für die Kinder. Auf der offiziellen Website gibt es außerdem Kombi-Angebote, zum Beispiel ein Ticket für die Spitze mit einem Glas Champagner.
Ist das sein Geld wert? Mit dem Treppenticket bekommst du einen der preiswertesten Aussichtspunkte von Paris. Das volle Ticket zur Spitze per Aufzug ist teuer für einen Besuch, der oft nur rund 90 Minuten dauert – aber es ist die einzige Möglichkeit, ganz oben zu stehen.
Vorsicht vor gefälschten Ticketseiten. Die offizielle Website warnt vor betrügerischen Seiten, die sich als offizieller Ticketverkauf ausgeben und in Suchmaschinen beworben werden. Der offizielle Shop ist ticket.toureiffel.paris.
Offizielles Ticket, Wiederverkäufer oder geführte Tour?
Kauf direkt auf der offiziellen Website, wenn du lange im Voraus buchen kannst, weißt, welche Etage du willst, und dich gern selbst zurechtfindest. Das ist die günstigste Variante.
Buch über einen Tour-Anbieter, wenn die offiziellen Zeitfenster-Tickets für deinen Termin ausverkauft sind, du einen Guide möchtest, der dir die Baugeschichte erklärt, oder du den Turm mit einer Seine-Bootsfahrt kombinieren willst. Die Tourpreise liegen über dem Ticketpreis, weil du für den Guide, die Kombination oder den garantierten Slot zahlst.
Ein paar Angebote auf GetYourGuide, die sich zum Vergleichen lohnen:
- Eiffelturm-Ticket mit optionalem Zugang zur Spitze: ein Aufzugticket mit Zeitfenster für die zweite Etage, die Spitze gibt es als Upgrade.
- Geführter Treppenaufstieg bis zur zweiten Etage mit Option auf die Spitze: eine gute Wahl, wenn du die Eisenkonstruktion aus der Nähe sehen und unterwegs etwas Geschichte hören willst.
- Ticket für die Spitze kombiniert mit einer Seine-Bootsfahrt: Die Boote legen ganz in der Nähe des Turms ab.
Wie lange dauert ein Besuch auf dem Eiffelturm?
- 30 bis 45 Minuten: Gärten, Vorplatz und Fotos von unten. Kein Ticket nötig.
- 1,5 bis 2 Stunden: mit dem Aufzug in die zweite Etage, dann zu Fuß über die erste Etage hinunter.
- 2 bis 3 Stunden: Besuch der Spitze inklusive Sicherheitskontrolle, Umsteigen in den zweiten Aufzug und etwas Zeit auf jeder Ebene. In der Hochsaison mehr einplanen.
Offiziell wird empfohlen, vor deiner Ticketzeit 15 bis 20 Minuten für die Sicherheitskontrolle am Eingang einzuplanen. Die Uhrzeit auf deinem E-Ticket ist der Zeitpunkt, zu dem du schon unter dem Turm in der Schlange für „Besucher mit Ticket“ stehen solltest – nicht die Zeit, zu der du am Eingang ankommst.
Praktische Tipps für einen entspannten Besuch
- Nimm den RER C bis Champ de Mars – Tour Eiffel. Laut offizieller Website sind es von dort etwa 5 Minuten zu Fuß. Von Bir-Hakeim (Metrolinie 6) sind es etwa 11 Minuten, vom Trocadéro (Linie 9) etwa 22 Minuten – dafür hast du auf dem Weg vom Trocadéro den klassischen Blick auf den Turm.
- Nutze Eingang 1 (Süd) oder 2 (Ost). Beide haben getrennte Schlangen für Besucher mit und ohne Ticket. Die grünen Kioske sind für den Aufzug, die blauen für die Treppe.
- Reise mit leichtem Gepäck. Große Taschen und Koffer sind nicht erlaubt, und eine Gepäckaufbewahrung gibt es nicht.
- Zeig dein E-Ticket als PDF. Wallet-Apps werden laut offizieller Website nicht akzeptiert. Dreh die Bildschirmhelligkeit für den Scanner hoch.
- Nimm eine zusätzliche Jacke mit. Der Betreiber selbst sagt, dass es oben „immer windig“ ist – auch an warmen Tagen.
- Geh am Abend. Dann ist es meist ruhiger als mittags, und nach Einbruch der Dunkelheit glitzert der Turm zu jeder vollen Stunde. Die Öffnungszeiten ändern sich je nach Saison und Datum, schau also in den Kalender auf der offiziellen Website.
- Lauf runter, statt anzustehen. Auch mit Aufzugticket kannst du von der zweiten in die erste Etage und von dort bis zum Boden die Treppe nehmen und so die Aufzugschlange nach unten umgehen.
- Online ausverkauft? Keine Panik. Die Ticketschalter am Turm verkaufen je nach Andrang weiterhin Tickets für den sofortigen Einlass. Treppentickets bekommst du kurzfristig oft am leichtesten.
Wann sich der Eiffelturm nicht lohnt
- Es ist bewölkt, neblig oder regnerisch. Laut Betreiber kann die Spitze bei schlechtem Wetter oder sehr großem Andrang auch geschlossen werden. Geh dann in die zweite Etage oder such dir einen anderen Tag aus.
- Du hast wenig Zeit und es ist Hochsaison. Ohne Zeitfenster-Ticket kann ein guter Teil deines Nachmittags in Warteschlangen draufgehen. Fotos vom Trocadéro und ein Picknick auf dem Champ de Mars dauern eine Stunde und kosten nichts.
- Du willst den Eiffelturm in deiner Aussicht haben. Das klassische Argument: Vom Turm aus siehst du den Turm nicht. Aussichtspunkte wie die Aussichtsplattform der Tour Montparnasse oder das Dach des Arc de Triomphe holen ihn dir dagegen in die Skyline.
- Du bist in deiner Mobilität eingeschränkt und willst zur Spitze. Spitze und Treppen sind nicht barrierefrei, die erste Etage und die untere Ebene der zweiten Etage sind allerdings komplett für Rollstühle zugänglich.
Fazit: Lohnt sich der Eiffelturm?
Ja, der Eiffelturm lohnt sich – er ist eines dieser Klischees, die ihrem Ruf gerecht werden. Der Trick ist, nicht zu viel zu kaufen: Die zweite Etage, am besten rund um den Sonnenuntergang, bietet den meisten genau die Aussicht, für die sie gekommen sind, und die Spitze ist ein Extra für klare Tage, kein Muss. Buch Sommertermine so früh wie möglich, nimm deinen Ausweis mit und lass die große Tasche im Hotel. Wenn die offiziellen Slots ausverkauft sind oder du dir einen Guide wünschst, vergleiche vorab Tickets und Touren zur Spitze des Eiffelturms.
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Häufig gestellte Fragen
Lohnt es sich, bis ganz nach oben auf den Eiffelturm zu fahren?
Bei klarem Wetter ja, vor allem beim ersten Besuch. Zur Spitze gehören die gläsernen Aufzüge, das Büro von Gustave Eiffel und der Nervenkitzel auf 276 Metern. Den detailreichsten Blick auf Paris finden viele Besucher aber in der zweiten Etage.
Was kostet ein Ticket für den Eiffelturm?
Zum Zeitpunkt der Recherche liegen die offiziellen Preise für Erwachsene zwischen 14,80 € (zweite Etage per Treppe) und 36,70 € (Spitze per Aufzug). Jugendliche von 12 bis 24 Jahren und Kinder von 4 bis 11 Jahren zahlen ermäßigte Preise. Aktuelle Preise findest du auf toureiffel.paris.
Wie früh sollte ich Tickets für den Eiffelturm buchen?
Aufzugtickets gibt es bis zu 90 Tage im Voraus, Treppentickets bis zu 60 Tage. Für Juni bis September, Schulferien und Feiertage empfiehlt der Betreiber, so früh wie möglich zu buchen.
Kann man zu Fuß bis zur Spitze des Eiffelturms gehen?
Nein. Du kannst die 674 Stufen bis zur zweiten Etage hinaufsteigen, die Treppe zur Spitze ist für Besucher aber gesperrt. Ab der zweiten Etage geht es mit dem Aufzug nach oben.
Eiffelturm tagsüber oder abends – was ist besser?
Tagsüber erkennst du die Sehenswürdigkeiten besser; abends ist die Stimmung schöner und es ist oft weniger voll. Nach Einbruch der Dunkelheit glitzert der Turm außerdem zu jeder vollen Stunde.
Kann man den Eiffelturm kostenlos besuchen?
Die Gärten und der Vorplatz unter dem Turm sind nach einer Sicherheitskontrolle kostenlos. Für jede der Etagen brauchst du ein Ticket.
Titelbild: Foto: Jorge Royan, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
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