Für eine Hauptstadt ist Paris erstaunlich kompakt: Der Louvre, Notre-Dame, das Musée d’Orsay und der Eiffelturm liegen alle an einem Abschnitt der Seine, den du an einem Nachmittag zu Fuß schaffst. Die größten Paris Sehenswürdigkeiten scheitern also selten an der Entfernung, sondern an der Organisation: Die meisten großen Attraktionen arbeiten inzwischen mit Zeitfenster-Tickets, mehrere haben einen festen Ruhetag pro Woche, und die bekanntesten Aussichten gibt es gratis. In diesem Guide erfährst du, was sich wirklich lohnt, wie viel Zeit du für jeden Stopp brauchst und wo ein Ticket oder eine Tour tatsächlich hilft.
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Unsere ehrlichen Bewertungen der Sehenswürdigkeiten
Du überlegst, ob eine teure Attraktion einen Platz in deinem Reiseplan verdient? Hier findest du unsere klaren Urteile zu den Pariser Sehenswürdigkeiten und Tagesausflügen, nach denen am häufigsten gefragt wird.
Die 13 besten Sehenswürdigkeiten in Paris

1. Der Eiffelturm
Gustave Eiffels Eisenturm ist nach wie vor das Wahrzeichen der Stadt, und einmal hinaufzufahren lohnt sich. Für die meisten Besucher ist die zweite Etage ideal: hoch genug für einen weiten Rundblick, aber niedrig genug, um den Louvre, Montmartre und die Schleifen der Seine zu erkennen. Auf der Spitze geht es eher um das Erlebnis als um die Aussicht. Plane inklusive Sicherheitskontrolle und Aufzügen zwei bis drei Stunden ein. Der Aufstieg kostet Eintritt, die Grünanlagen unter dem Turm sind kostenlos. Tipp: Aufzugtickets für den Sommer sind oft Wochen im Voraus ausverkauft, Treppentickets bis zur zweiten Etage bekommst du dagegen meist auch kurzfristig. Unser ausführliches Urteil liest du in Lohnt sich der Eiffelturm?, und hier kannst du Eiffelturm-Tickets und geführte Aufstiege vergleichen.
2. Der Louvre
Ein ehemaliger Königspalast mit einer der größten Kunstsammlungen der Welt, von der Mona Lisa und der Nike von Samothrake bis zu ägyptischen Altertümern und den Gemächern Napoleons III. Der Besuch lohnt sich, wenn du mit einem Plan kommst und dir zwei oder drei Flügel aussuchst; wer alles sehen will, steht am Ende erschöpft vor einer Menschenmenge. Plane drei bis vier Stunden ein. Kostenpflichtig, mit einem online gebuchten Zeitfenster-Ticket. Tipp: Dienstags ist der Louvre geschlossen, und die Abendöffnungen sind deutlich ruhiger als die Vormittage. In Lohnt sich der Louvre? findest du eine Route, mit der du die schlimmsten Schlangen umgehst.
3. Musée d’Orsay
Wenn dir der Louvre zu groß ist, ist das Orsay das perfekte Gegenmittel. In einem ehemaligen Bahnhof am linken Seineufer hängt die beste Sammlung des Impressionismus und Postimpressionismus überhaupt: Monet, Renoir, Degas, Van Gogh und Cézanne unter einem Glasdach. Zwei bis drei Stunden reichen für die Highlights. Kostenpflichtig. Tipp: Geh direkt in die oberste Etage zu den Impressionisten und zum Blick durch die riesige Bahnhofsuhr und arbeite dich dann nach unten vor. Einmal pro Woche hat das Museum abends länger geöffnet (derzeit donnerstags), und das ist die ruhigste Besuchszeit.
4. Eine Seine-Rundfahrt
Eine einstündige Bootsfahrt bringt dich am Eiffelturm, am Louvre, an Notre-Dame und am Orsay vorbei, ohne dass du einen Schritt gehen musst. Damit gehört sie zu den preiswertesten Erlebnissen in Paris und ist ein sicherer Treffer mit Kindern oder müden Beinen. Kostenpflichtig. Tipp: Fahr in der Dämmerung oder nach Einbruch der Dunkelheit, dann siehst du die beleuchteten Brücken und mit etwas Glück den funkelnden Eiffelturm zur vollen Stunde. Dinner-Cruises lohnen sich eher für den besonderen Anlass als für das Essen. Lies Lohnt sich eine Seine-Rundfahrt? oder vergleiche Seine-Rundfahrten.

5. Kathedrale Notre-Dame
Nach dem Brand von 2019 ist die restaurierte Kathedrale wieder geöffnet und innen so hell wie seit Generationen nicht mehr, mit gereinigtem Stein sowie neu errichtetem Dachreiter und Dach. Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos. Rechne mit 30 bis 60 Minuten drinnen, plus Zeit für die Île de la Cité rundherum. Tipp: Auf der offiziellen Website von Notre-Dame kannst du ein kostenloses Zeitfenster reservieren, allerdings nur am selben Tag oder bis zu zwei Tage vorher. Die Kathedrale warnt ausdrücklich, dass Anbieter von kostenpflichtigen „Tickets“ für den Eintritt nicht autorisiert sind und diese Tickets wertlos sind.
6. Sainte-Chapelle
Wenige Gehminuten von Notre-Dame entfernt besteht diese königliche Kapelle aus dem 13. Jahrhundert in ihrer Oberkapelle fast nur aus Buntglas. An einem sonnigen Tag ist sie der eindrucksvollste Innenraum von Paris, und der Besuch dauert weniger als eine Stunde. Kostenpflichtig: derzeit 22 € laut offizieller Website, unter 26 Jahren ist der Eintritt mit Wohnsitz in der EU frei. Tipp: Buch ein Zeitfenster und wähle einen hellen Vormittag, denn die Fenster leuchten nur bei Tageslicht. Die Sicherheitskontrollen für den Justizpalast-Komplex können eine zusätzliche Schlange bedeuten.
7. Montmartre und Sacré-Cœur
Auf dem Hügel im Norden der Stadt fühlt sich Paris noch wie ein Dorf an: steile Gassen, Treppen, ein kleiner Weinberg und oben die weißen Kuppeln von Sacré-Cœur, von deren Stufen aus du einen der weitesten kostenlosen Blicke über die Stadt hast. Das Viertel und die Basilika kosten nichts. Plane einen halben Tag ein. Tipp: Zum Essen ist die Place du Tertre eine Touristenfalle; iss lieber in den Straßen rund um die Rue des Abbesses und komm frühmorgens hinauf, wenn die Stufen fast leer sind. Eine Stadtführung durch Montmartre lohnt sich, wenn du die Geschichten von Van Gogh, Picasso und Toulouse-Lautrec hinter den Straßen hören möchtest.
8. Die Dachterrasse des Arc de Triomphe
Napoleons Triumphbogen steht am oberen Ende der Champs-Élysées, und von seiner Dachterrasse aus verstehst du den Aufbau der Stadt wie nirgends sonst: Zwölf Avenuen gehen sternförmig ab, und der Eiffelturm liegt direkt vor dir. Plane etwa eine Stunde ein. Kostenpflichtig. Tipp: Geh durch die Unterführung zum Bogen, niemals quer über den Kreisverkehr. Derzeit ist der Aufzug wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb, die Terrasse erreichst du also nur über die Treppe.
9. Le Marais und die Place des Vosges
Das Marais ist das schönste Viertel von Paris zum einfach Herumlaufen: Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert, das alte jüdische Viertel rund um die Rue des Rosiers, unabhängige Läden und die Place des Vosges, der älteste planmäßig angelegte Platz der Stadt. Kostenlos. Ein halber Tag passt gut, am Wochenende gern länger, weil viele Geschäfte hier auch sonntags geöffnet haben. Tipp: Das kostenlose Musée Carnavalet zur Geschichte von Paris liegt direkt im Viertel und ist ein guter Stopp für Regentage.

10. Quartier Latin und Jardin du Luxembourg
Am linken Ufer führt das Studentenviertel rund um die Sorbonne und das Panthéon hinunter zum Jardin du Luxembourg, wo Pariser auf den grünen Metallstühlen am Teich lesen. Kostenloser lässt sich der Pariser Alltag nicht erleben. Zwei bis drei Stunden. Tipp: Kombiniere das mit einem Kaffee in Saint-Germain-des-Prés und hol dir ein Picknick in einer Bäckerei im Viertel, statt am Park Café-Preise zu zahlen.
11. Das Moulin Rouge
Die rote Windmühle in Pigalle zeigt noch immer eine große Revue mit Federn, Pailletten, Zirkusnummern und French Cancan. Das lohnt sich als glamouröser Abend alter Schule, weniger, wenn dir Komfort wichtig ist: Die Tische stehen dicht an dicht, und deinen Platz kannst du nicht selbst wählen. Kostenpflichtig, die Show dauert rund zwei Stunden. Tipp: Es gibt einen Dresscode (keine Shorts, Flip-Flops oder Sportkleidung), und in der Show gibt es Oben-ohne-Szenen. Buch die Show mit Champagner statt mit Dinner. Lies Lohnt sich die Show im Moulin Rouge? oder sieh dir Tickets für die Moulin-Rouge-Show an.
12. Tagesausflug zum Schloss Versailles
Das Schloss Ludwigs XIV. erreichst du mit dem RER C direkt von der Pariser Innenstadt bis Versailles Château Rive Gauche, und es verdient einen ganzen Tag: vormittags der Spiegelsaal und die Prunkräume, nachmittags die barocken Gärten, der Grand Canal und Marie-Antoinettes Anwesen am Trianon. Kostenpflichtig. Tipp: Schloss und Trianon sind montags geschlossen, die Gärten dagegen täglich geöffnet. Unser Urteil und Tipps zu den Tickets findest du in Lohnt sich Versailles?, und Versailles-Tickets und Führungen helfen, wenn du dich nicht selbst um das Zeitfenster kümmern willst.
13. Tagesausflug zum Mont-Saint-Michel
Die Abtei, die aus einer Gezeitenbucht in der Normandie aufragt, gehört zu den großen Sehenswürdigkeiten Europas, liegt aber weit von Paris entfernt: Rechne mit einem Tag von rund 14 Stunden im Reisebus oder mit dem TGV nach Rennes plus Anschlussbus. Der Bummel durch den Ort ist kostenlos, die Abtei kostet Eintritt. Tipp: Mach den Ausflug nur als Tagestour, wenn du akzeptierst, dass du genauso lange unterwegs bist wie auf dem Felsen; eine Übernachtung in der Nähe ist viel entspannter. Sieh dir Lohnt sich der Mont-Saint-Michel? an oder einen Busausflug von Paris zum Mont-Saint-Michel, bei dem du dich nicht selbst ums Fahren kümmern musst.
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Praktische Tipps für Paris
Beste Reisezeit
April bis Juni sowie September und Oktober bieten mildes Wetter und lange Abende ohne den Höhepunkt der Sommermassen. Im Juli und August ist an den großen Sehenswürdigkeiten viel los, und einige kleinere Restaurants schließen im August für eine Weile. Der Winter ist grau und kalt, aber dann bekommst du am leichtesten Zeitfenster für den Eiffelturm und die Museen, und die Hotelpreise sinken.
Wie viele Tage brauchst du?
Drei volle Tage reichen für das Wichtigste: einer für Eiffelturm, Seine-Rundfahrt und Orsay, einer für Louvre, Notre-Dame, Sainte-Chapelle und das Marais und einer für Montmartre und das linke Ufer. Mit einem vierten Tag kommt Versailles dazu. Der Mont-Saint-Michel braucht wirklich einen eigenen Tag, besser noch eine Übernachtung.
Unterwegs in Paris
Die Métro ist das schnellste Verkehrsmittel, und fast überall ist eine Station nur wenige Gehminuten entfernt. Kauf deine Tickets in der offiziellen App von Île-de-France Mobilités oder lade sie auf eine Navigo-Easy-Karte, statt am Automaten anzustehen. Die Innenstadt lässt sich außerdem wunderbar zu Fuß erkunden: Der Weg vom Eiffelturm entlang der Seine bis Notre-Dame ist einer der schönsten Spaziergänge der Stadt.
Paris Museum Pass: Den offiziellen Pass gibt es für 2, 4 und 6 Tage. Er gilt für mehr als 50 Museen und Monumente in und um Paris, darunter Louvre, Orsay, Arc de Triomphe, Sainte-Chapelle und Versailles. Er läuft ab dem ersten Besuch in aufeinanderfolgenden Stunden und erlaubt einen Eintritt pro Sehenswürdigkeit. An manchen Orten, etwa im Louvre, musst du trotzdem ein kostenloses Zeitfenster reservieren. Er rechnet sich, wenn du zwei oder drei kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten pro Tag besuchst; aktuelle Preise und die Liste der Orte findest du auf parismuseumpass.fr.
Wo übernachten?
- Le Marais (3./4. Arrondissement): zentral, gut zu Fuß erkundbar und abends lebendig; ideal für den ersten Besuch.
- Saint-Germain-des-Prés und Quartier Latin (5./6.): klassische Straßen des linken Ufers, Cafés und kurze Wege zu Notre-Dame und zum Orsay.
- Rund um den Eiffelturm (7.): ruhig und elegant, aber abends eher verschlafen und weiter vom Osten der Stadt entfernt.
- Montmartre und South Pigalle (18./9.): mehr Charakter fürs Geld, dafür einige steile Wege.
- Canal Saint-Martin (10./11.): jünger und lokaler, mit guten Bars und Restaurants.
Häufig gestellte Fragen
Welche Paris Sehenswürdigkeiten sind die Nummer eins?
Für die meisten, die zum ersten Mal da sind, ist es der Eiffelturm, am besten die zweite Etage bei Sonnenuntergang. Wenn du schon oben warst, bekommst du bei einer Seine-Rundfahrt nach Einbruch der Dunkelheit oder frühmorgens auf dem Montmartre dasselbe „Das ist Paris“-Gefühl mit weniger Menschen.
Wie viele Tage in Paris sind genug?
Drei Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in entspanntem Tempo; mit vier Tagen kannst du Versailles ergänzen. Hast du nur zwei Tage, such dir ein großes Museum aus, statt Louvre und Orsay beide zu besuchen.
Was kann man in Paris kostenlos machen?
Eine ganze Menge: die Kathedrale Notre-Dame, Sacré-Cœur mit dem Blick von den Stufen, das Marais, den Jardin du Luxembourg, das Musée Carnavalet und die Grünanlagen rund um den Eiffelturm. Auch der Spaziergang an der Seine zwischen Eiffelturm und Notre-Dame kostet nichts und gehört zu den schönsten Dingen, die du in der Stadt tun kannst.
Lohnt sich der Paris Museum Pass?
Ja, wenn du in kurzer Zeit mehrere kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten sehen willst, zum Beispiel Louvre, Orsay, Sainte-Chapelle, Arc de Triomphe und Versailles innerhalb von vier Tagen. Für eine gemütliche Reise mit einem Museum pro Tag lohnt er sich nicht. Denk daran, dass Eiffelturm und Moulin Rouge separate Tickets brauchen und manche Orte trotzdem ein reserviertes Zeitfenster verlangen.
Welche Sehenswürdigkeiten in Paris sind montags oder dienstags geschlossen?
Der Louvre ist dienstags geschlossen, Schloss Versailles und das Trianon montags (die Gärten von Versailles bleiben geöffnet). An Feiertagen und bei Veranstaltungen ändern sich die Öffnungstage, also prüf vor deinem Besuch die jeweilige offizielle Website.
Was ist der beste Tagesausflug von Paris?
Versailles ist der einfachste und lohnendste: eine direkte Fahrt mit der S-Bahn und ein ganzer Tag voller Schloss und Gärten. Der Mont-Saint-Michel ist spektakulärer, aber ein sehr langer Tag und deshalb besser mit Übernachtung, wenn du die Zeit hast.
Titelbild: Foto: Moonik, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons


