Bei den Madrid Sehenswürdigkeiten gibt es nicht das eine Wahrzeichen – dafür drei der großen Kunstmuseen Europas, die nur 15 Gehminuten voneinander entfernt liegen, einen Königspalast, einen riesigen Park und eine Tapas-Kultur, die die Straßen bis weit nach Mitternacht belebt. Toledo und Segovia liegen nah genug für je einen Tagesausflug. Hier findest du unsere Madrid Tipps: was sich lohnt, welche Museen kostenlose Stunden haben und wo ein Ticket oder eine Tour wirklich etwas bringt.
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Unsere ehrlichen Bewertungen der Sehenswürdigkeiten
Die beiden größten kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten Madrids haben wir ausführlich bewertet – mit Preisen, kostenlosen Zeiten und Hinweisen, wer sie sich sparen kann.
Die 13 besten Sehenswürdigkeiten in Madrid

1. Prado-Museum
Der Prado ist für viele der Hauptgrund, nach Madrid zu reisen: Velázquez‘ „Las Meninas“, Goyas Schwarze Gemälde und Boschs „Garten der Lüste“ hängen alle hier. Das Museum ist riesig, und fast alles stammt aus der Zeit vor 1900 – es belohnt also Besucher, die mit einer kurzen Liste kommen, statt alles sehen zu wollen.
- Zeitbedarf: 2 bis 3 Stunden sind ideal.
- Kosten: Der reguläre Eintritt kostete zum Zeitpunkt der Recherche 15 €. Unter 18-Jährige und Studierende zwischen 18 und 25 haben freien Eintritt, und in den letzten zwei Stunden jedes Tages ist die Dauerausstellung kostenlos, solange Kapazität vorhanden ist.
- Tipp: In den Sälen darf nicht fotografiert werden. Nutz die kostenlosen Stunden lieber für einen zweiten, gezielten Besuch als für den ersten.
Unsere ausführliche Bewertung: Lohnt sich das Prado-Museum?
2. Königspalast von Madrid
Die offizielle Residenz der spanischen Königsfamilie (genutzt für Staatszeremonien, nicht für den Alltag) hat einige der prunkvollsten Repräsentationsräume Europas, darunter den Thronsaal mit Tiepolos Deckenfresko und den Rokoko-Saal Gasparini. Die Königliche Waffenkammer auf der anderen Seite des Hofs wird oft zum überraschenden Favoriten.
- Zeitbedarf: etwa 45 Minuten für die Säle, eher 1,5 Stunden mit der Waffenkammer.
- Kosten: Der reguläre Eintritt kostete zum Zeitpunkt der Recherche 18 €. Von Montag bis Donnerstag gibt es am späten Nachmittag kostenlose Zeiten, allerdings nur für EU-Bürger und Personen mit Wohnsitz in der EU sowie für lateinamerikanische Staatsangehörige. Als Deutsche, Österreicherin oder Österreicher gehörst du also dazu; Schweizer Staatsangehörige ohne EU-Wohnsitz nicht.
- Tipp: Die Wachablösung vor dem Palast ist kostenlos. Die wöchentliche Wachablösung findet mittwochs und samstags an der Puerta del Príncipe statt.
Unsere ausführliche Bewertung: Lohnt sich der Königspalast von Madrid?
3. Retiro-Park
Madrids 125 Hektar großes grünes Herz gehört zusammen mit dem Paseo del Prado zum UNESCO-Welterbe. Miete ein Ruderboot auf dem großen See unterhalb des Denkmals für Alfons XII., such die Statue des Gefallenen Engels und spazier durch den Rosengarten. Am Wochenende füllt sich der Park mit Familien, Joggern und Straßenmusikern.
- Zeitbedarf: 1 bis 3 Stunden.
- Kosten: kostenlos; die Ruderboote kosten extra.
- Tipp: Der gläserne Palacio de Cristal war zum Zeitpunkt der Recherche laut dem Museum Reina Sofía, das ihn betreibt, wegen Verbesserungsarbeiten vorübergehend geschlossen. Der Park selbst kann bei Unwetterwarnungen schließen.
4. Museo Reina Sofía
Spaniens Nationalmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst beherbergt Picassos „Guernica“ – was viele überrascht, die das Bild im Prado erwarten. Die Sammlung umfasst auch bedeutende Werke von Dalí und Miró und ist damit ein gutes Gegengewicht zu den Alten Meistern im Prado.
- Zeitbedarf: 1,5 bis 2 Stunden.
- Kosten: 12 € auf der offiziellen Website zum Zeitpunkt der Recherche. Montags und mittwochs bis samstags von 19:00 bis 21:00 Uhr sowie sonntags von 12:30 bis 14:30 Uhr ist der Eintritt frei, ein Ticket brauchst du trotzdem.
- Tipp: Dienstags ist das Museum geschlossen. Wenn du „Guernica“ erklärt bekommen möchtest, ordnet eine Kleingruppenführung durch das Reina Sofía das Werk ein.
5. Museo Thyssen-Bornemisza
Die dritte Ecke von Madrids „Goldenem Kunstdreieck“ füllt die Lücken, die die anderen beiden lassen: Impressionisten, deutsche Expressionisten, amerikanische Malerei und eine starke Reihe früher italienischer und niederländischer Werke. Es ist leichter zu verdauen als der Prado und selten so voll.
- Zeitbedarf: etwa 2 Stunden.
- Kosten: 14 € für Sammlungen und Sonderausstellungen zum Zeitpunkt der Recherche; montags nennt das Museum freien Eintritt.
- Tipp: Wenn du alle drei Museen besuchen willst, bietet der Paseo del Arte-Pass (zum Zeitpunkt der Recherche 32,80 €) je einen Besuch in jedem Haus.
6. Plaza Mayor und das Madrid der Habsburger
Die von Arkaden gesäumte Plaza Mayor ist das Prunkstück der Altstadt, umgeben von den Gassen des „Madrid de los Austrias“, der Stadt, die unter den Habsburger Königen entstand. Geh von hier zur Plaza de la Villa und weiter hinunter zur Almudena-Kathedrale neben dem Königspalast.
- Zeitbedarf: 1 bis 2 Stunden.
- Kosten: kostenlos.
- Tipp: Bewundere den Platz, aber iss und trink in den Seitenstraßen – dort sind die Preise niedriger als auf den Terrassen.
7. Mercado de San Miguel und Tapas in La Latina
Der Mercado de San Miguel aus Eisen und Glas, gleich neben der Plaza Mayor, ist eine Gourmet-Markthalle: schick und touristisch, aber für eine erste Runde macht er Spaß. Für einen ursprünglicheren Abend gehst du nach Süden Richtung La Latina und Cava Baja, wo alte Tavernen Tapas, Wermut und Wein servieren.
- Zeitbedarf: ein Abend.
- Kosten: du zahlst, was du bestellst; der Markt ist spürbar teurer als eine Bar im Viertel.
- Tipp: In Madrid wird spät gegessen, starte also gegen 20:30 oder 21:00 Uhr. Eine Tapas- und Weintour ist ein guter Einstieg am ersten Abend.

8. Tempel von Debod bei Sonnenuntergang
Ein echter altägyptischer Tempel, den Spanien nach dem Bau des Assuan-Staudamms geschenkt bekam und der Stein für Stein in einem Park nahe dem Königspalast wieder aufgebaut wurde. Seit 1972 ist er öffentlich zugänglich. Bei Sonnenuntergang, wenn er sich im Wasser spiegelt und sich der Himmel dahinter orange färbt, bietet er einen der schönsten kostenlosen Anblicke der Stadt.
- Zeitbedarf: 30 Minuten bis eine Stunde.
- Kosten: kostenlos.
- Tipp: Der Innenraum ist montags geschlossen, lässt maximal 30 Personen gleichzeitig hinein und Besuche sind auf 30 Minuten begrenzt – rechne also mit einer Schlange. Für die Außenansicht und den Sonnenuntergang brauchst du gar kein Ticket.
9. Gran Vía und die Aussicht von den Dachterrassen
Madrids Prachtboulevard aus dem frühen 20. Jahrhundert ist gesäumt von repräsentativen Gebäuden, Theatern und Geschäften, am östlichen Ende steht das Metrópolis-Gebäude mit seiner Kuppel. Mehrere Dachterrassen in der Nähe, darunter die des Círculo de Bellas Artes, blicken genau auf diese Szenerie.
- Zeitbedarf: 1 bis 2 Stunden.
- Kosten: die Straße ist kostenlos; die meisten Dachterrassen verlangen Eintritt oder erwarten, dass du ein Getränk bestellst.
- Tipp: Geh eine Stunde vor Sonnenuntergang hinauf, wenn das Licht auf die Kuppel des Metrópolis fällt.
10. Flohmarkt El Rastro
Madrids berühmter Freiluftmarkt erobert sonntagvormittags die Straßen rund um die Ribera de Curtidores in La Latina. Es gibt eine Mischung aus Antiquitäten, Vintage-Kleidung, Trödel und Souvenirs – der eigentliche Reiz ist aber die Atmosphäre, gefolgt von einem Wermut in einer Bar in der Nähe.
- Zeitbedarf: 1 bis 2 Stunden.
- Kosten: kostenlos zum Stöbern.
- Tipp: Komm früh, bevor es voll wird, und trag Wertsachen in einer vorderen Tasche.
11. Eine Flamenco-Show
Flamenco stammt aus Andalusien, doch Madrid hat einige der besten Tablaos Spaniens, in denen professionelle Tänzer, Sänger und Gitarristen in einem kleinen Raum auftreten. Eine gute Wahl, wenn du auf dieser Reise nicht in den Süden fährst.
- Zeitbedarf: etwa eine Stunde, mit Abendessen länger.
- Kosten: kostenpflichtig.
- Tipp: Ein Ticket nur mit Getränk ist meist das bessere Angebot als ein Dinner-Paket; iss deine Tapas vorher oder nachher woanders.
12. Estadio Santiago Bernabéu
Das Heimstadion von Real Madrid im Stadtteil Chamartín wurde mit einem ausfahrbaren Dach und einer neuen Außenhülle umgebaut. Für Fußballfans sind die Stadiontour und das Trophäenmuseum des Vereins eine Pilgerfahrt; alle anderen können es problemlos auslassen.
- Zeitbedarf: etwa 1,5 Stunden.
- Kosten: kostenpflichtig.
- Tipp: Die Verfügbarkeit der Tour ändert sich an Spieltagen und rund um Veranstaltungen, schau also vorher auf die offizielle Website des Vereins.
13. Toledo und Segovia (Tagesausflüge)
Toledo, die „Stadt der drei Kulturen“ auf dem Hügel, in der Christen, Muslime und Juden jahrhundertelang Seite an Seite lebten, ist der klassische Tagesausflug ab Madrid – mit Kathedrale, Synagogen und dem Blick von der anderen Seite der Tajo-Schlucht. Segovia mit seinem römischen Aquädukt und dem märchenhaften Alcázar ist der andere Favorit. Beide erreichst du mit dem Schnellzug ab Madrid.
- Zeitbedarf: ein ganzer Tag pro Stadt; beide an einem Tag ist gehetzt.
- Kosten: Durch die Städte zu bummeln ist kostenlos; Zugtickets und Monumente kosten.
- Tipp: Wenn dir ein Guide die Geschichtsschichten Toledos erklären soll, ist ein geführter Tagesausflug nach Toledo mit Eintritt in die Kathedrale die bequeme Option; hast du nur einen Tag, gibt es auch eine kombinierte Tour nach Segovia und Toledo.
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Praktische Tipps für Madrid

Beste Reisezeit
April bis Juni sowie Ende September bis Oktober bringen warme Tage und angenehme Abende auf den Terrassen. Juli und August sind sehr heiß, und im August verlassen viele Einheimische die Stadt. Die Winter sind kalt und trocken, aber oft sonnig – eine gute Saison für Reisen mit viel Museum.
Wie viele Tage brauchst du?
- 2 Tage: Prado und Retiro am ersten Tag; Königspalast, Plaza Mayor, der Tempel von Debod bei Sonnenuntergang und Tapas in La Latina am zweiten.
- 3 Tage: dazu das Reina Sofía oder das Thyssen und die Gran Vía.
- 4 bis 5 Tage: dazu ein Tagesausflug nach Toledo oder Segovia und ein Flamenco-Abend.
Unterwegs in der Stadt
Das historische Zentrum, der Paseo del Prado und der Retiro sind gut zu Fuß erreichbar. Für längere Strecken ist die Metro schnell und gut ausgebaut: Ópera für den Königspalast, Sol für die Plaza Mayor und Atocha oder Banco de España für die Museen. Der regionale Verkehrsverbund verkauft einen Touristenpass für unbegrenzte Fahrten über mehrere Tage; wenn du aber meistens zu Fuß gehst, reichen Einzeltickets oder eine aufladbare Verkehrskarte in der Regel aus.
Wo übernachten?
- Centro (Sol, Ópera, Huertas): fast alles zu Fuß erreichbar. Am besten für den ersten Besuch.
- La Latina: stimmungsvoll, voller Tapas-Bars, sonntags sehr belebt.
- Malasaña und Chueca: lebendig, jünger, mit vielen Bars und Cafés; kann laut sein.
- Salamanca und Retiro: ruhiger, elegant und nah am Park und an den Museen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die wichtigste unter den Madrid Sehenswürdigkeiten?
Für die meisten Besucher ist es der Prado, gefolgt von einem Spaziergang im benachbarten Retiro-Park. Wenn Kunst nicht dein Ding ist, vermitteln dir der Königspalast und ein Tapas-Abend in La Latina ein besseres Gefühl für die Stadt.
Welche Museen in Madrid sind kostenlos?
Alle drei großen Kunstmuseen haben kostenlose Zeiten: der Prado in den letzten zwei Stunden jedes Tages, das Reina Sofía an den meisten Abenden und sonntagmittags und das Thyssen montags, jeweils zum Zeitpunkt der Recherche. Rechne mit Schlangen und prüf die offiziellen Websites, denn die Regeln können sich ändern.
Reichen 2 Tage für Madrid?
In zwei Tagen schaffst du Prado, Retiro, Königspalast und Altstadt in zügigem Tempo. Mit drei bis vier Tagen kannst du ein zweites Museum und einen Tagesausflug nach Toledo oder Segovia ergänzen.
Hängt „Guernica“ im Prado?
Nein. Picassos „Guernica“ hängt im Museo Reina Sofía, etwa zehn Gehminuten südlich des Prado.
Was tun in Madrid an einem freien Tag: Toledo oder Segovia?
Toledo, wenn dich Geschichte, Kirchen und eine spektakuläre Lage reizen; Segovia, wenn du das römische Aquädukt, den Alcázar und eine entspanntere Stadt möchtest. Hast du nur einen freien Tag, wähl eine der beiden und nimm dir richtig Zeit dafür.
Titelbild: Foto: Nan Palmero from San Antonio, TX, USA, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons