Budapest Sehenswürdigkeiten

Budapest sind eigentlich zwei Städte, die sich an der Donau gegenüberliegen: das hügelige, ruhige Buda mit seinem Burgviertel und das flache, quirlige Pest mit dem Parlament, den großen Boulevards und den Ruinenbars. Viele der schönsten Budapest Sehenswürdigkeiten kosten wenig oder gar nichts, vom Blick vom Gellértberg bis zum Spaziergang am Fluss in der Abenddämmerung. Und was Geld kostet (Thermalbäder, die Parlamentsführung), ist meist sein Geld wert.

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Unsere ehrlichen Bewertungen der Sehenswürdigkeiten

Du bist unsicher, ob ein Ticket sein Geld wert ist? Unsere ausführlichen Bewertungen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Budapest verraten dir, was großartig ist, was überbewertet ist und wie du deinen Besuch planst.

Die 14 besten Sehenswürdigkeiten in Budapest

Weiße Türmchen der Fischerbastei in Budapest vor blauem Himmel
Fischerbastei: Die unteren Terrassen sind immer kostenlos. (Foto: Perituss, CC0, via Wikimedia Commons)

1. Das Ungarische Parlament besichtigen

Das neugotische Parlament am Pester Donauufer ist das Wahrzeichen Budapests, und innen geht es genauso prunkvoll weiter: eine vergoldete Haupttreppe, eine zentrale Kuppelhalle und die ungarische Stephanskrone unter bewaffneter Bewachung. Hinein kommst du nur mit einer Führung zu fester Uhrzeit, mit Guide oder Audioguide, und die ist kurz und straff organisiert. Für wen sich das lohnt, erklären wir in Lohnt sich die Führung durchs Ungarische Parlament?

Zeitbedarf: etwa 45 Minuten, plus Sicherheitskontrolle. Kosten: kostenpflichtig, für EWR-Bürger aber deutlich günstiger (bring den Ausweis mit, mit dem du gebucht hast). Mit deutschem oder österreichischem Pass bzw. Personalausweis bekommst du also den günstigeren Preis. Tipp: Die Führungen starten im Besucherzentrum an der Nordseite des Kossuth Lajos tér und sind in der Hauptsaison schnell ausverkauft. Buch deine Parlamentsführung also vor der Reise und sei 20 bis 30 Minuten früher da.

2. Im Széchenyi-Heilbad baden

In einem dampfenden Außenbecken vor einem gelben neobarocken Palast sitzen, während Einheimische auf schwimmenden Brettern Schach spielen: Das ist das klassische Budapest-Erlebnis. Der Innenbereich ist ein Labyrinth aus kleineren Becken und Saunen, unterschiedlich alt und unterschiedlich charmant. Unsere ehrliche Einschätzung zu Andrang, Sauberkeit und Tickets liest du in Lohnt sich das Széchenyi-Bad?

Zeitbedarf: 2 bis 4 Stunden. Kosten: kostenpflichtig; freitags und am Wochenende teurer als von Montag bis Donnerstag. Tipp: Geh an einem Wochentag vormittags, bring Handtuch und Badelatschen selbst mit und kauf dein Széchenyi-Ticket vorab, um die Schlange an der Kasse zu umgehen. Die Metrolinie M1 hält direkt vor der Tür.

3. Über den Budaer Burgberg schlendern

Das Burgviertel auf dem Hügel über dem Fluss ist eine Mischung aus Kopfsteinpflastergassen, pastellfarbenen Häusern, dem riesigen Burgpalast und weiten Terrassen mit Blick hinüber nach Pest. Im Palast befinden sich die Ungarische Nationalgalerie und das Budapester Historische Museum, aber der Spaziergang über den Hügel ist kostenlos.

Zeitbedarf: ein halber Tag. Kosten: Erkunden kostenlos, Museen kostenpflichtig. Tipp: Die historische Standseilbahn am Clark Ádám tér macht Spaß, hat aber oft eine lange Schlange. Zu Fuß über Wege und Treppen bist du in 15 bis 20 Minuten oben, und der Bus 16 ist die günstige, schnelle Alternative.

4. Die Aussicht von der Fischerbastei genießen

Die märchenhaften weißen Terrassen und Türmchen neben der Matthiaskirche wurden um 1900 rein als Aussichtspunkt gebaut und rahmen den schönsten Postkartenblick auf das Parlament auf der anderen Donauseite.

Zeitbedarf: 30 Minuten. Kosten: Die unteren Terrassen sind kostenlos, für die oberen Türme wird tagsüber eine kleine Gebühr fällig. Tipp: Die Gebühr gilt nur ab 9:00 Uhr bis zum Abend (von Oktober bis Mai bis 19:00 Uhr, von Juni bis September bis 21:00 Uhr). Komm also zum Sonnenaufgang oder nach Einbruch der Dunkelheit, dann kommst du gratis und ohne Gedränge hinauf. Bezahlt wird nur mit Karte.

5. Die Matthiaskirche besuchen

Direkt neben der Fischerbastei steht diese gotische Kirche mit ihrem bunten Zsolnay-Ziegeldach und einem Innenraum, der vom Boden bis zur Decke mit Mustern in Rot, Gold und Grün bemalt ist. Sie war die Krönungskirche der ungarischen Könige, 1867 auch für Franz Joseph und Sisi.

Zeitbedarf: 30 Minuten. Kosten: Eintritt kostenpflichtig. Tipp: Es ist eine aktive Kirche, rund um Gottesdienste, Hochzeiten und am Sonntagvormittag sind die Öffnungszeiten also kürzer. Bedeck deine Schultern.

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6. Eine Donau-Schifffahrt in der Abenddämmerung machen

Die Budapester Donauufer gehören zum UNESCO-Welterbe, und am schönsten siehst du sie vom Wasser aus, genau dann, wenn die Lichter angehen: Parlament, Burgpalast und Kettenbrücke leuchten nach Sonnenuntergang golden. Die Auswahl reicht von einfachen einstündigen Rundfahrten mit Getränk bis zu Dinner-Cruises mit Livemusik.

Zeitbedarf: 1 bis 2 Stunden. Kosten: kostenpflichtig. Tipp: Eine einfache abendliche Rundfahrt bietet dir denselben Blick wie ein teurer Dinner-Cruise. Vergleiche Schifffahrten in Budapest nach Abfahrtszeit und wähl eine, die um den Sonnenuntergang startet.

7. Auf die Kuppel der St.-Stephans-Basilika steigen

Die größte Kirche Budapests ist dem ersten König Ungarns geweiht, dessen mumifizierte rechte Hand in einer Seitenkapelle aufbewahrt wird. Der Innenraum ist prächtig und golden, die eigentliche Belohnung ist aber die Panoramaterrasse rund um die Kuppel, einer der besten Ausblicke über die Dächer von Pest.

Zeitbedarf: 45 Minuten bis 1 Stunde. Kosten: kostenpflichtig für Kircheninneres und Panoramaterrasse. Tipp: Die Orgelkonzerte in der Basilika sind eine wunderbare Möglichkeit, sie am Abend zu erleben.

8. Die Große Synagoge in der Dohány-Straße und das jüdische Viertel besuchen

Die 1859 eröffnete Große Synagoge ist eine der größten Synagogen der Welt. Zum Komplex gehören das Ungarische Jüdische Museum und ein Gedenkgarten mit einer Trauerweiden-Skulptur, auf der die Namen von Holocaust-Opfern stehen. Im umliegenden VII. Bezirk lebte die jüdische Gemeinde Budapests über Jahrhunderte, und hier wurde im Krieg das Ghetto errichtet.

Zeitbedarf: 1,5 Stunden. Kosten: kostenpflichtig. Tipp: Samstags und an jüdischen Feiertagen ist die Synagoge für Besucher geschlossen, plane also um den Sabbat herum. Rechne mit einer Sicherheitskontrolle und kleide dich angemessen.

9. Etwas in einer Ruinenbar trinken

Ruinenbars entstanden in den 2000er-Jahren in den verlassenen Gebäuden des alten jüdischen Viertels: Innenhöfe voller zusammengewürfelter Möbel, alter Badewannen, Graffiti und Lichterketten. Szimpla Kert ist das Original und immer noch sehenswert, auch wenn es längst fest auf der Touristenroute liegt.

Zeitbedarf: ein Abend. Kosten: in die meisten Bars kommst du ohne Eintritt. Tipp: Geh früh am Abend ins Szimpla, um die Räume richtig zu sehen, und zieh weiter in kleinere Bars in der Nähe, sobald es voll wird. Nimm Rücksicht auf die Anwohner: Der VII. Bezirk ist ein bewohntes Viertel.

10. Innehalten bei den Schuhen am Donauufer

Sechzig Paar gusseiserne Schuhe am Pester Ufer, ein kurzes Stück südlich des Parlaments, erinnern an die Jüdinnen und Juden, die 1944 und 1945 von Pfeilkreuzler-Milizen am Fluss erschossen wurden. Das Denkmal ist klein, still und eines der bewegendsten in Europa.

Zeitbedarf: 15 Minuten. Kosten: kostenlos. Tipp: Verbinde den Besuch mit der Parlamentsführung. Bitte verzichte hier auf verspielte Posing-Fotos.

11. Sich durch die Große Markthalle probieren

Budapests größte Markthalle mit ihrem bunten Ziegeldach verkauft im Erdgeschoss Paprika, Salami, eingelegtes Gemüse und Tokajer, auf der Galerie oben gibt es deftiges Essen. Sie liegt am Pester Ende der Freiheitsbrücke.

Zeitbedarf: 1 Stunde. Kosten: Eintritt frei. Tipp: Die Essensstände im Obergeschoss haben Touristenpreise. Einen besseren Lángos (frittierter Teigfladen mit Schmand und Käse) bekommst du auf einem lokalen Markt oder in einer Bäckerei. Am authentischsten ist es an Wochentagen vormittags.

12. Den Sonnenuntergang auf dem Gellértberg erleben

Der steile Hügel auf der Budaer Seite mit der Freiheitsstatue auf dem Gipfel bietet das klassische Panorama über die Donau, ihre Brücken und beide Hälften der Stadt. Der Weg hinauf von der Elisabethbrücke führt an der Statue des heiligen Gellért und einem kleinen Wasserfall vorbei.

Zeitbedarf: 1 bis 1,5 Stunden. Kosten: kostenlos. Tipp: Zieh vernünftige Schuhe an, die Wege sind steil. Geh auf der anderen Seite hinunter zum Gellért-Bad oder zu den Cafés an der Bartók Béla út.

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13. Über die Andrássy út zum Heldenplatz und ins Stadtwäldchen

Budapests prächtigster Boulevard führt vom Zentrum vorbei an der Ungarischen Staatsoper und dem Museum Haus des Terrors bis zum Heldenplatz mit dem Millenniumsdenkmal. Dahinter liegt das Stadtwäldchen (Városliget) mit der romantischen Burg Vajdahunyad, einem Bootsteich, der im Winter zur Eisbahn wird, und neuen Kulturbauten wie dem Haus der Musik.

Zeitbedarf: ein halber Tag. Kosten: Spazieren kostenlos, Museen kostenpflichtig. Tipp: Fahr eine Strecke mit der M1, der ältesten U-Bahn-Linie auf dem europäischen Festland, und lauf die andere. Das Stadtwäldchen liegt direkt neben dem Széchenyi-Bad, also kombiniere beides.

14. Auf der Margareteninsel entspannen

Die lange, autofreie Insel in der Donau zwischen Buda und Pest ist der Ort, an dem Einheimische joggen, Rad fahren und picknicken. Rund um die Insel führt eine gummierte Laufbahn, außerdem gibt es einen kleinen Japanischen Garten, mittelalterliche Ruinen und einen Musikbrunnen.

Zeitbedarf: 1 bis 3 Stunden. Kosten: kostenlos. Tipp: Leih dir am Eingang von der Margaretenbrücke aus ein Fahrrad oder ein Tretauto, um die ganze Insel zu erkunden, ohne dich zu verausgaben.

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Praktische Tipps für Budapest

Innenansicht der Großen Markthalle in Budapest von der oberen Galerie
Die Große Markthalle, am schönsten an einem Wochentagvormittag. (Foto: Dd-ang2s, Public domain, via Wikimedia Commons)

Beste Reisezeit

April bis Juni sowie September und Oktober sind die besten Monate: warm genug für die Außenbecken und Spaziergänge am Fluss, ohne die Hitze von Juli und August. Der Sommer bringt Festivals und volle Terrassen, aber auch hohe Temperaturen und viel Andrang. Der Winter ist kalt und grau, dafür fühlen sich die Thermalbäder im Dampf noch besser an, und die Weihnachtsmärkte sind beliebt.

Wie viele Tage brauchst du?

Drei Tage passen gut: ein Tag für Buda (Burgberg, Fischerbastei, Gellértberg zum Sonnenuntergang), einer für Pest (Parlament, Basilika, jüdisches Viertel und eine Ruinenbar) und einer für ein Thermalbad, das Stadtwäldchen und eine Donau-Schifffahrt. Mit vier oder fünf Tagen kannst du die Margareteninsel, weitere Museen oder einen Ausflug nach Szentendre oder ins Donauknie ergänzen.

Unterwegs in Budapest

Das Zentrum von Pest ist gut zu Fuß zu erkunden, den Rest decken Metro, Straßenbahnen und Busse der BKK ab. Die Straßenbahnlinie 2 am Pester Ufer ist schon für sich eine Sightseeing-Fahrt. Für einen Kurzaufenthalt sind die 24- und 72-Stunden-Tickets der BKK meist günstiger als Einzelfahrscheine; du bekommst sie in der BudapestGO-App oder an Fahrkartenautomaten. Für den Flughafenbus (100E) brauchst du ein eigenes Sonderticket. Außerdem gibt es die Budapest Card, die Nahverkehr mit freien und ermäßigten Eintritten kombiniert. Prüf die aktuellen Bedingungen auf der offiziellen Website budapestinfo.hu und vergleiche sie mit den Sehenswürdigkeiten, die du wirklich besuchen willst, bevor du sie kaufst.

Ungarn zahlt mit dem Forint (HUF), nicht mit dem Euro. Karten werden fast überall akzeptiert, aber halte für Märkte und kleine Bars etwas Bargeld bereit.

Wo übernachten?

  • V. Bezirk (Belváros-Lipótváros): zentrales Pest nahe Parlament und Fluss, ideal für den ersten Besuch.
  • VI. Bezirk (Terézváros): rund um die Andrássy út und die Oper, gute Verkehrsanbindung und Restaurants.
  • VII. Bezirk (Erzsébetváros): jüdisches Viertel und Ausgehmeile; lebhaft, nachts aber oft laut.
  • I. Bezirk (Burgviertel): abends ruhig und stimmungsvoll, aber hügelig und weiter weg von Restaurants.
  • XI. Bezirk (Újbuda): auf der Budaer Seite nahe dem Gellértberg, lokaler und oft günstiger.

Häufig gestellte Fragen

Bemalte Kuppel der St.-Stephans-Basilika in Budapest von unten
Blick hinauf in die Kuppel der St.-Stephans-Basilika. (Foto: Carlos Delgado, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

Wie viele Tage brauche ich für die Budapest Sehenswürdigkeiten?

Drei Tage sind ideal für den ersten Besuch. So hast du Zeit für Buda und Pest, ein Thermalbad und eine abendliche Schifffahrt, ohne zu hetzen. Zwei Tage reichen für die Highlights, wenn du die Museen auslässt.

Welches Thermalbad ist das beste für den ersten Besuch?

Das Széchenyi ist das Bad, das die meisten vor Augen haben: groß, draußen und lebhaft, aber auch voll. Wenn du es eleganter und ruhiger magst, schau dir das Gellért-Bad oder das kleinere Rudas-Bad mit seinem Becken aus osmanischer Zeit an. Egal, wofür du dich entscheidest: Geh vormittags.

Muss ich die Parlamentsführung im Voraus buchen?

Ja, vor allem von Frühling bis Herbst und am Wochenende. Beliebte Termine, auch die englischsprachigen Führungen, sind oft Tage vorher ausverkauft. Verlass dich also nicht auf ein Ticket am selben Tag.

Ist Budapest günstig?

Günstiger als die meisten westeuropäischen Hauptstädte, aber nicht mehr so billig wie früher. Essen, Nahverkehr und viele Sehenswürdigkeiten bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis; in Touristenrestaurants am Fluss und im Obergeschoss der Großen Markthalle sind die Preise deutlich höher. Zahl lieber in Forint als in Euro, um schlechte Wechselkurse zu vermeiden.

Was kann man in Budapest kostenlos machen?

Kostenlos sind der Spaziergang über den Burgberg, die unteren Terrassen der Fischerbastei (und die oberen früh oder spät), der Gellértberg, die Schuhe am Donauufer, die Andrássy út und das Stadtwäldchen, die Margareteninsel und die Uferpromenaden.

Titelbild: Foto: Perituss, CC0, via Wikimedia Commons

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