Amsterdam Sehenswürdigkeiten

Das Zentrum von Amsterdam ist so klein, dass du es in etwa einer halben Stunde zu Fuß durchquerst, und trotzdem gibt es hier drei Museen, die Wochen im Voraus ausverkauft sind: das Anne Frank Haus, das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum. Keines davon verkauft Tickets an der Tür, deshalb belohnen die Amsterdam Sehenswürdigkeiten gute Planung mehr als in den meisten anderen Städten. Die Grachten, Viertel und Märkte dazwischen sind kostenlos und frühmorgens oder unter der Woche am schönsten. Hier erfährst du, was sich lohnt, wie viel Zeit du für jeden Stopp brauchst und wo ein Ticket oder eine Tour wirklich hilft.

Grachtenfahrten, Museumstickets und Ausflüge zu den Windmühlen an einem Ort
Kostenlose Stornierung bei den meisten Touren

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Unsere ehrlichen Bewertungen der Sehenswürdigkeiten

Die drei großen Museen in Amsterdam musst du im Voraus buchen, da hilft es zu wissen, welche zu dir passen, bevor du Tickets kaufst. Hier sind unsere ehrlichen Urteile.

Die 13 besten Sehenswürdigkeiten in Amsterdam

Eine ruhige Straße im Jordaan in Amsterdam mit dem Turm der Westerkerk im Hintergrund
Der Jordaan mit dem Turm der Westerkerk (Foto: Jvhertum, Public domain, via Wikimedia Commons)

1. Das Anne Frank Haus

Das Grachtenhaus an der Prinsengracht, in dem sich Anne Frank und sieben weitere Menschen mehr als zwei Jahre lang versteckten, ist ein stiller, bedrückender Besuch, den kein Buch und kein Film ganz ersetzen. Das Hinterhaus ist bewusst unmöbliert gelassen. Plane drinnen etwa eine Stunde ein. Kostenpflichtig. Tipp: Tickets gibt es nur auf der Website des Museums, nie an der Tür, und sie werden jeden Dienstag um 10:00 Uhr für Besuche sechs Wochen später freigeschaltet. Das Mindestalter liegt bei 10 Jahren, und Fotografieren ist nicht erlaubt. In Lohnt sich das Anne Frank Haus? liest du, wie du an ein Ticket kommst und was du tun kannst, wenn alles ausverkauft ist.

2. Das Rijksmuseum

Das Nationalmuseum der Niederlande mit Rembrandts Nachtwache, Vermeers Dienstmagd mit Milchkrug und einer Ehrengalerie voller Meisterwerke des Goldenen Zeitalters, dazu Schiffsmodelle, Delfter Keramik und eine wunderschöne Bibliothek. Erwachsene zahlen derzeit 25 €, alle bis 18 Jahre haben freien Eintritt, doch jeder braucht ein Zeitfenster-Ticket. Drei Stunden sind reichlich. Tipp: Versuch nicht, alle vier Etagen zu sehen; nimm dir zuerst die Ehrengalerie vor und such dir dann einen weiteren Bereich aus. Lies Lohnt sich das Rijksmuseum? oder mach eine Führung durch das Rijksmuseum, wenn du die Geschichten hinter den Gemälden hören willst.

3. Das Van Gogh Museum

Die größte Sammlung von Van Goghs Werken weltweit, von den Kartoffelessern über die Sonnenblumen und das Schlafzimmer bis zu den Mandelblüten, erzählt als Lebensgeschichte statt als Wand voller Hits. Erwachsene zahlen derzeit 25 €, unter 18 ist der Eintritt frei. Zwei bis drei Stunden. Tipp: Eine Ticketkasse gibt es nicht, buch also online ein Zeitfenster, und komm nicht wegen der Sternennacht: Die hängt in New York. Unser Urteil liest du in Lohnt sich das Van Gogh Museum?, und hier findest du Tickets und Touren für das Van Gogh Museum.

4. Eine Grachtenfahrt

Der Grachtengürtel aus dem 17. Jahrhundert ist UNESCO-Welterbe, und vom Wasser aus verstehst du den Aufbau der Stadt besser als mit jeder Karte. Eine klassische Rundfahrt dauert etwa eine Stunde. Kostenpflichtig. Tipp: Die großen Boote mit Glasdach sind bei Regen in Ordnung, aber an einem trockenen Tag ist ein kleines offenes Boot mit Live-Guide viel besser, weil es unter niedrigen Brücken hindurch und in schmale Grachten passt. Vergleiche Grachtenfahrten in Amsterdam.

Der Teich im Vondelpark in Amsterdam, umgeben von Bäumen und Wiesen
Der Vondelpark, nur ein kurzer Spaziergang vom Museumsviertel entfernt (Foto: Dguendel, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons)

5. Zu Fuß durch den Grachtengürtel und die Neun Straßen

Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht erlebst du am besten zu Fuß: Kaufmannshäuser, die sich über das Wasser neigen, gewölbte Brücken und Hausboote. Die Neun Straßen (De 9 Straatjes) dazwischen sind voller unabhängiger Läden und Cafés. Kostenlos. Zwei bis drei Stunden. Tipp: Stell dich auf die Brücke, wo die Reguliersgracht auf die Herengracht trifft, für den berühmten Blick auf eine ganze Reihe von Brücken, und halt dich beim Fotografieren von den roten Radwegen fern.

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6. Der Jordaan

Einst ein Arbeiterviertel, ist der Jordaan heute das charmanteste Viertel Amsterdams: schmale Straßen, kleine Grachten, versteckte Innenhöfe mit Armenhäusern (Hofjes) und traditionelle braune Kneipen. Kostenlos. Ein halber Tag mit Mittagessen. Tipp: Montagvormittags gibt es auf dem Noordermarkt einen Floh- und Stoffmarkt, samstags einen Bauernmarkt; steig in der Nähe auf den Turm der Westerkerk, wenn er geöffnet ist, und genieß den Blick über die Dächer.

7. Der Begijnhof

Hinter einer unscheinbaren Tür am belebten Spui liegt ein stiller Innenhof mit Wohnhäusern rund um einen Garten, darunter eines von nur zwei erhaltenen Holzhäusern in der Altstadt. Kostenlos. Zwanzig Minuten. Tipp: Hier wohnen noch Menschen, also sprich leise und komm nicht mit einer Gruppe; ein guter ruhiger Zwischenstopp zwischen den Einkaufsstraßen und den Neun Straßen.

8. Der Vondelpark

Amsterdams bekanntester Park erstreckt sich über mehr als einen Kilometer vom Museumsviertel Richtung Amsterdam-West, mit Teichen, Wiesen und im Sommer einem Freilufttheater. Kostenlos. Ein bis zwei Stunden. Tipp: Er liegt direkt neben dem Rijksmuseum und dem Van Gogh Museum und ist damit der natürliche Ort, um dich nach deinem Museumsbesuch zu erholen. Achte auf den Hauptwegen auf Radfahrer.

9. De Pijp und der Albert-Cuyp-Markt

De Pijp ist ein lebendiges, gemischtes Viertel südlich des Zentrums, und auf seinem langen Straßenmarkt probierst du frische Stroopwafels, rohen Hering oder surinamisches Essen. Zum Bummeln kostenlos. Zwei Stunden mit Mittagessen. Tipp: Sonntags findet der Markt nicht statt; komm vormittags für die beste Atmosphäre und spazier danach zum Sarphatipark und den Cafés rundherum.

Historische Windmühlen in Zaanse Schans bei Amsterdam unter blauem Himmel
Windmühlen in Zaanse Schans, ein kurzer Ausflug nördlich von Amsterdam (Foto: DimiTalen, CC0, via Wikimedia Commons)

10. Mit der kostenlosen Fähre nach Amsterdam-Noord

Die Fähren hinter dem Bahnhof Amsterdam Centraal überqueren das IJ kostenlos, und nach wenigen Minuten bist du in einer anderen Stadt: das EYE Filmmuseum, der A’DAM Tower mit seiner Aussichtsplattform Lookout samt Schaukel und weiter draußen die ehemalige NDSM-Werft mit Street-Art und Restaurants am Wasser. Die Fähre ist kostenlos, der Lookout kostet Eintritt. Ein halber Tag. Tipp: Nimm die Fähre zur NDSM für eine längere Fahrt mit Blick auf den Hafen und komm abends zurück, um den beleuchteten Bahnhof und das Ufer zu sehen.

11. Das Stedelijk Museum

Wenn Alte Meister nicht dein Ding sind, bietet das Stedelijk am selben Platz moderne Kunst und Design: Mondrian, Malewitsch, Karel Appel, Warhol und eine starke Designsammlung in einem Gebäude mit dem Spitznamen „die Badewanne“. Kostenpflichtig. Zwei Stunden. Tipp: Es ist meist weniger voll als seine beiden Nachbarn und damit eine gute Alternative, wenn das Van Gogh Museum an deinen Reisetagen ausverkauft ist.

12. Amsterdam mit dem Fahrrad erkunden

Radfahren ist die Art, wie sich Amsterdamer fortbewegen, und mit dem Rad erreichst du die östlichen Hafeninseln, die Amstel und die grüneren Außenbezirke. Der Verleih kostet Geld; Verleihläden findest du überall im Zentrum. Ein halber Tag. Tipp: Schätz deine Sicherheit auf dem Rad ehrlich ein. Das Zentrum ist voll und schnell, Einheimische bremsen nicht ab, und Straßenbahnen haben Vorfahrt. Wenn du noch nie in einer Großstadt Rad gefahren bist, fang im Vondelpark an oder mach eine geführte Radtour, und schließ dein Rad immer an etwas Festem an.

13. Tagesausflug nach Zaanse Schans

Ein Dorf mit funktionierenden Windmühlen, grünen Holzhäusern und kleinen Handwerksmuseen an der Zaan, eine kurze Zug- oder Busfahrt nördlich von Amsterdam. Der Rundgang durch das Gelände ist derzeit kostenlos, allerdings hat die Gemeinde Zaanstad angekündigt, künftig Eintritt von Touristen verlangen zu wollen, also informier dich vorher. Einige Windmühlen und Museen verlangen eigenen Eintritt. Ein halber Tag. Tipp: Komm früh oder spät, denn ab dem Vormittag kommen die Reisebusse, und nimm den Zug nach Zaandijk Zaanse Schans für den Weg über die Brücke mit Blick auf die Windmühlen. Touren wie Zaanse Schans, Volendam und Marken mit dem Bus kombinieren den Ausflug mit Fischerdörfern am IJsselmeer.

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Praktische Tipps für Amsterdam

Beste Reisezeit

April und Mai bringen Tulpen, in der Stadt und auf den Blumenfeldern außerhalb, aber auch die größten Menschenmassen und die höchsten Hotelpreise, besonders rund um den Königstag am 27. April. Juni und September sind angenehm und etwas ruhiger. Der Winter ist kalt, nass und früh dunkel, aber die Museen sind leichter zu buchen, und die Grachten sehen mit Weihnachtsbeleuchtung wunderschön aus.

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Wie viele Tage brauchst du?

Drei Tage sind ideal für den ersten Besuch: einer für das Museumsviertel und den Vondelpark, einer für das Anne Frank Haus, den Grachtengürtel, den Jordaan und eine Grachtenfahrt und einer für De Pijp, Noord oder einen Ausflug nach Zaanse Schans. Zwei Tage reichen, wenn du die Museen frühzeitig buchst.

Unterwegs in Amsterdam

Im Zentrum kommst du zu Fuß und mit der Straßenbahn überall hin. In GVB-Straßenbahnen, Bussen, Metros und Fähren kannst du mit einer kontaktlosen Bank- oder Kreditkarte, dem Handy oder einer Smartwatch ein- und auschecken (OVpay), ohne vorher ein Ticket zu kaufen. Das funktioniert also auch mit deiner kontaktlosen Karte von zu Hause. Checke beim Verlassen der Straßenbahn immer aus, sonst zahlst du mehr. Vom Flughafen Schiphol fahren direkte Züge nach Amsterdam Centraal und zu anderen Bahnhöfen der Stadt.

I amsterdam City Card: Die offizielle Citycard gibt es für 24, 48, 72, 96 oder 120 Stunden. Sie umfasst unbegrenzte Fahrten mit dem GVB-Nahverkehr, eine Grachtenfahrt und Eintritt in Dutzende Museen und Attraktionen in Amsterdam und der Region. Das Van Gogh Museum ist nicht enthalten, und im Anne Frank Haus gibt es keine Ermäßigung. Sie lohnt sich, wenn du bei einem kurzen Aufenthalt mehrere kostenpflichtige Museen und eine Grachtenfahrt planst; die aktuelle Liste und Preise findest du auf iamsterdam.com.

Wo übernachten?

  • Grachtengürtel und Jordaan: das klassische Amsterdam, fast alles zu Fuß erreichbar, aber am teuersten.
  • Museumsviertel und Oud-Zuid: ruhiger und elegant, neben den großen Museen und dem Vondelpark.
  • De Pijp: lebendiges Viertel mit vielen Restaurants, eine kurze Fahrt mit Tram oder Metro ins Zentrum.
  • Oud-West und Oost: lokale Atmosphäre und bessere Preise, mit guten Straßenbahnverbindungen.
  • Amsterdam-Noord: moderne Hotels und eine kreative Szene, mit dem Zentrum über die kostenlosen Fähren und die Metro verbunden.

Häufig gestellte Fragen

Welche Amsterdam Sehenswürdigkeiten sind die Nummer eins?

Für viele Besucher ist es das Anne Frank Haus, das du allerdings Wochen im Voraus buchen musst. Wenn du ohne Planung nur eine Sache machen kannst, mach eine Grachtenfahrt oder lauf frühmorgens einfach durch den Grachtengürtel und den Jordaan.

Wie viele Tage in Amsterdam sind genug?

Zwei bis drei Tage reichen für die wichtigsten Museen, die Grachten und ein paar Viertel. Häng einen Tag dran, wenn du im Frühling Zaanse Schans, Haarlem oder die Tulpenfelder sehen willst.

Kann man in Amsterdam Museumstickets an der Tür kaufen?

Bei den großen drei nicht. Das Anne Frank Haus verkauft Tickets nur auf seiner eigenen Website, das Van Gogh Museum hat keine Ticketkasse, und im Rijksmuseum muss jeder Besucher eine Startzeit buchen. Buch so früh, wie es deine Pläne zulassen.

Was kann man in Amsterdam kostenlos machen?

Ein Spaziergang durch den Grachtengürtel, den Jordaan und die Neun Straßen, der Begijnhof, der Vondelpark, die Märkte und die Fähre über das IJ nach Amsterdam-Noord kosten alle nichts. Viele der schönsten Erlebnisse in der Stadt kosten nur Zeit.

Lohnt sich die I amsterdam City Card?

Ja, wenn du viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährst und mehrere der enthaltenen Museen plus eine Grachtenfahrt besuchst. Nein, wenn das Van Gogh Museum und das Anne Frank Haus deine Hauptziele sind, denn das erste ist nicht enthalten, und beim zweiten gibt es keine Ermäßigung.

Titelbild: Foto: Massimo Catarinella, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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