Granada ist eine kleine Stadt mit einem der größten Monumente Europas – und das prägt alle Granada Sehenswürdigkeiten: die Alhambra, die Palastfestung des letzten muslimischen Königreichs in Spanien, vor der schneebedeckten Sierra Nevada. Rundherum findest du die weiß getünchten Hanggassen des Albaicín, Höhlenwohnungen und Flamenco im Sacromonte sowie Bars, in denen es zum Getränk oft noch eine Tapa gratis gibt. Das Einzige, was du nicht improvisieren kannst, ist das Alhambra-Ticket. Plan deine Reise also zuerst darum herum.
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Unsere ehrlichen Bewertungen der Sehenswürdigkeiten
Die Alhambra haben wir ausführlich bewertet – mit Ticketarten, der Zeitfenster-Regel für die Nasridenpaläste und Tipps, was du tun kannst, wenn die offiziellen Tickets ausverkauft sind.
Die 12 besten Sehenswürdigkeiten in Granada

1. Die Alhambra
Der Grund, warum die meisten Menschen nach Granada kommen. Die Nasridenpaläste sind vom Boden bis zur Decke mit geschnitztem Stuck, Fliesen und Zedernholz bedeckt; Highlights sind das Wasserbecken im Myrtenhof und der Brunnen im Löwenhof. Das reguläre Ticket umfasst auch die Festung Alcazaba und die Gärten des Generalife.
- Zeitbedarf: etwa 3 Stunden, laut offizieller Website.
- Kosten: Das reguläre Ticket kostete zum Zeitpunkt der Recherche 22,27 € auf der offiziellen Website. Kinder unter 12 Jahren sind kostenlos, müssen aber gebucht werden.
- Tipp: Dein Ticket hat eine feste Einlasszeit für die Nasridenpaläste. Verpasst du sie, kommst du nicht mehr hinein, und offizielle Tickets können weder umgebucht noch erstattet werden. Buch so früh wie möglich und nimm deinen Ausweis mit.
Unsere ausführliche Bewertung: Lohnt sich die Alhambra? Offizielle Tickets schon weg? Eine Führung durch Alhambra und Nasridenpaläste mit Tickets hat vielleicht noch Plätze frei.
2. Mirador de San Nicolás
Der berühmteste Aussichtspunkt Granadas blickt direkt über das Tal auf die Alhambra, mit der Sierra Nevada im Hintergrund. Bei Sonnenuntergang färben sich die Mauern rot und golden, und der Platz füllt sich mit Reisenden, Einheimischen und dem einen oder anderen Gitarristen.
- Zeitbedarf: 30 Minuten bis eine Stunde.
- Kosten: kostenlos.
- Tipp: Zum Sonnenuntergang ist es hier brechend voll. Der nahe Mirador de San Cristóbal und die Aussichtspunkte weiter oben im Sacromonte sind ruhigere Alternativen.
3. Durch den Albaicín bummeln
Das alte maurische Viertel auf dem Hügel gegenüber dem Palast gehört zum selben UNESCO-Welterbe. Seine steilen Kopfsteinpflastergassen schlängeln sich an weiß getünchten Häusern vorbei, an versteckten ummauerten Gärten, den sogenannten Cármenes, und an kleinen Kirchen, die an der Stelle ehemaliger Moscheen stehen.
- Zeitbedarf: 2 bis 3 Stunden.
- Kosten: kostenlos.
- Tipp: Die Hügel sind steil, trag also gute Schuhe, geh in den kühleren Stunden hinauf und gegen Sonnenuntergang wieder hinunter. Mit einem Guide wird die Geschichte lebendig: zum Beispiel bei diesem Rundgang durch Albaicín und Sacromonte zum Sonnenuntergang.
4. Sacromonte und das Höhlenmuseum
Hinter dem Albaicín ist der Hang des Sacromonte übersät mit in den Fels gegrabenen Höhlenwohnungen, jahrhundertelang das Zuhause der Gitano-Gemeinschaft (Roma) Granadas. Das Museo Cuevas del Sacromonte stellt das Leben in den Höhlen in mehreren restaurierten Höhlen nach, mit Informationen über die Menschen, die dort lebten, über Flamenco und die Landschaft.
- Zeitbedarf: 1,5 bis 2 Stunden inklusive Spaziergang.
- Kosten: das Viertel ist kostenlos, das Museum kostenpflichtig.
- Tipp: Der Weg hinauf zum Museum ist steil und hat viele Stufen. Geh im Sommer direkt zur Öffnung am Morgen und genieß unterwegs den Blick auf die Alhambra.
5. Flamenco in einer Höhle im Sacromonte
Granadas eigene Flamenco-Tradition ist die Zambra, aufgeführt in den weiß getünchten Höhlen des Sacromonte, wobei das Publikum nur wenige Meter von den Tänzern entfernt sitzt. Das ist intimer und roher als eine Theatershow.
- Zeitbedarf: etwa eine Stunde, plus Anfahrt.
- Kosten: kostenpflichtig, meist mit einem Getränk inklusive.
- Tipp: Die Gassen hinauf zum Sacromonte sind nachts dunkel und steil, überleg dir also ein Taxi für den Rückweg. Tickets für eine Flamenco-Show in den Cuevas Los Tarantos ansehen.
6. Kathedrale von Granada und Königliche Kapelle
Isabella und Ferdinand, die Katholischen Könige, die Granada 1492 eroberten, wählten diesen Ort als Grabstätte. Ihre Gräber liegen in der Capilla Real, der Königlichen Kapelle, einem spätgotischen Juwel, das an die viel größere Renaissance-Kathedrale angebaut ist. Zusammen erzählen sie die andere Hälfte der Geschichte der Alhambra.
- Zeitbedarf: etwa 1,5 Stunden für beide.
- Kosten: kostenpflichtig; Kathedrale und Königliche Kapelle werden getrennt besichtigt.
- Tipp: Die Marktgassen der Alcaicería liegen direkt nebenan, kombinier beides.

7. Carrera del Darro und Paseo de los Tristes
Die wohl schönste Straße Granadas folgt dem kleinen Fluss Darro unterhalb der Mauern der Alhambra, vorbei an Steinbrücken, alten Klöstern und der Kirche San Pedro y San Pablo. Sie endet am Paseo de los Tristes, einem Platz voller Terrassen mit großartigem Blick hinauf zu den Türmen der Alhambra.
- Zeitbedarf: eine Stunde.
- Kosten: kostenlos.
- Tipp: Komm am Abend, wenn die Alhambra über dir beleuchtet ist, und trink etwas auf einer der Terrassen.
8. Eine Tour mit Gratis-Tapas
Granada ist eine der letzten Städte Spaniens, in denen viele Bars zu jedem Getränk noch eine Tapa gratis servieren – und jede Runde bringt meist etwas anderes. Es ist die unterhaltsamste (und günstigste) Art, hier zu Abend zu essen.
- Zeitbedarf: ein Abend.
- Kosten: du zahlst die Getränke; die Tapas gibt es oft gratis dazu.
- Tipp: Probier die Bars rund um die Calle Navas, die Plaza Nueva und im Viertel Realejo. Zieh nach ein oder zwei Getränken weiter, um mehr Lokale kennenzulernen.
9. Arabische Bäder (Hammam)
Moderne Hammams nach maurischem Vorbild lassen dich unter gefliesten Bögen zwischen warmen, heißen und kalten Becken wechseln, auf Wunsch mit Massage. Nach einem Tag voller Aufstiege im Albaicín ist das wirklich wohltuend. Am bekanntesten ist das Hammam Al Ándalus nahe der Plaza Nueva.
- Zeitbedarf: etwa 1,5 bis 2 Stunden.
- Kosten: kostenpflichtig.
- Tipp: Die Sessions haben feste Zeiten und sind vor allem abends schnell ausgebucht, buch also im Voraus und nimm Badekleidung mit.
10. El Bañuelo
Das Original findest du in diesem arabischen Badehaus aus dem 11. Jahrhundert an der Carrera del Darro, einem der besterhaltenen in Spanien. Sternförmige Oberlichter durchbrechen die Gewölbedecken – genau wie vor tausend Jahren.
- Zeitbedarf: 20 bis 30 Minuten.
- Kosten: kostenpflichtig; außerdem im offiziellen Dobla-de-Oro-Ticket zusammen mit der Alhambra enthalten.
- Tipp: Das Bad ist klein und lässt sich leicht auf dem Weg zum Paseo de los Tristes einbauen.
11. Alcaicería und Calderería Nueva
Die Alcaicería, ein Gewirr enger Gassen neben der Kathedrale, liegt an der Stelle des alten maurischen Seidenmarkts; heute gibt es dort Laternen, Keramik und Gewürze. Weiter oben am Hang ist die Calle Calderería Nueva gesäumt von Teterías, gemütlichen Teestuben mit Minztee und Gebäck.
- Zeitbedarf: ein bis zwei Stunden.
- Kosten: kostenlos zum Stöbern.
- Tipp: Vieles wird für Touristen hergestellt, vergleich also die Qualität, bevor du kaufst. In einer Teestube lässt sich die Mittagshitze gut aussitzen.
12. Sierra Nevada und Alpujarras (Tagesausflug)
Granadas Berge liegen nah genug für einen Tagesausflug. Im Winter ist das Skigebiet der Sierra Nevada eines der südlichsten Europas; in den wärmeren Monaten locken die weißen Dörfer der Alpujarras wie Pampaneira, Bubión und Capileira mit Wanderungen, terrassierten Tälern und lokalem Kunsthandwerk.
- Zeitbedarf: ein ganzer Tag.
- Kosten: abhängig von Transport und Aktivitäten.
- Tipp: Die Bergstraßen sind kurvig und der öffentliche Nahverkehr ist begrenzt, ein Mietwagen oder ein organisierter Ausflug macht es also deutlich einfacher.
- Stundengenauer Reiseplan für 3 Tage
- Google-Maps-Liste mit allen Stopps
- Was du vorab buchen solltest (und wann)
- Funktioniert offline auf dem Handy
Praktische Tipps für Granada

Beste Reisezeit
Der Frühling (April bis Juni) ist wunderschön, wenn die Gärten des Generalife blühen, aber auch Hochsaison für Alhambra-Tickets. Mitte September bis November bringt angenehme Temperaturen und goldenes Licht. Juli und August sind heiß, wähl also ein frühes Zeitfenster für die Alhambra. Wintertage können klar und sonnig sein, mit Schnee auf der Sierra Nevada hinter den Palästen, doch die Nächte sind kalt und die Alhambra schließt früher.
Wie viele Tage brauchst du?
- 1 Tag: die Alhambra am Vormittag, der Albaicín und der Mirador de San Nicolás zum Sonnenuntergang, dann Tapas.
- 2 Tage: dazu Kathedrale und Königliche Kapelle, die Carrera del Darro, der Sacromonte und eine Flamenco-Show.
- 3 Tage: dazu ein Hammam und ein Tag in den Alpujarras oder der Sierra Nevada.
Unterwegs in der Stadt
Das Zentrum ist kompakt und gut zu Fuß erkundbar, doch Alhambra, Albaicín und Sacromonte liegen alle bergauf. Kleine Stadtbusse fahren die Hügel hinauf: Die Linien C30, C32 und C35 bedienen die Alhambra, andere Minibuslinien fahren in den Albaicín und den Sacromonte. Mit dem Privatauto kommst du vom Stadtzentrum aus nicht zur Alhambra, und Autofahren in der Altstadt ist den Stress nicht wert. Ein Auto brauchst du nur, wenn du Tagesausflüge in die Berge planst.
Wo übernachten?
- Centro und Plaza Nueva: flach, zentral und nah an Kathedrale, Tapas-Bars und den Alhambra-Bussen. Die einfachste Basis.
- Albaicín: stimmungsvoll, aus manchen Zimmern mit Blick auf die Alhambra, aber steil und mit Gepäck umständlich.
- Realejo: das alte jüdische Viertel, mit guten Bars und Street Art sowie einem Fußweg hinauf zur Alhambra.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die wichtigste unter den Granada Sehenswürdigkeiten?
Ganz klar die Alhambra. Buch ein Ticket mit den Nasridenpalästen, sobald deine Reisedaten feststehen, und plan den Rest deiner Reise um dein Zeitfenster herum.
Wie viele Tage braucht man für Granada?
Zwei Tage sind ideal: einer für die Alhambra und einer für Albaicín, Sacromonte und Kathedrale. An einem einzigen Tag schaffst du die Alhambra und einen Sonnenuntergang am San Nicolás, aber es fühlt sich gehetzt an.
Was tun in Granada, wenn die Alhambra ausverkauft ist?
Schau nach Führungen, die ein eigenes Ticketkontingent haben, oder nach dem Nachtbesuch der Nasridenpaläste. Ansonsten genieß die kostenlose Aussicht vom Mirador de San Nicolás, besuch die Königliche Kapelle, El Bañuelo und den Sacromonte – und komm ein anderes Mal wieder.
Gibt es in Granada wirklich kostenlose Tapas?
In vielen traditionellen Bars ja: Du bestellst ein Getränk, und eine kleine Tapa kommt dazu. Das ist ein Brauch, keine Regel, daher macht es nicht jede Bar – vor allem nicht an den touristischsten Orten.
Lohnt sich Granada auch ohne die Alhambra?
Ja, auch wenn dir dann das Highlight entgeht. Albaicín, Sacromonte, das Viertel rund um die Kathedrale und die Tapas-Kultur machen Granada zu einem lohnenden Stopp auf jeder Andalusien-Reise.
