Die Altstadt von Dubrovnik ist so klein, dass du sie in zehn Minuten durchquerst – und genau das ist ihr Charme und ihre Herausforderung zugleich: ein geschlossener Ring mittelalterlicher Mauern um blank polierte Kalksteingassen, auf der einen Seite die Adria, auf der anderen ein steiler Berg, und im Sommer riesige Besuchermassen. Bei den Dubrovnik Sehenswürdigkeiten kommt es deshalb aufs Timing an. Erkunde die Stadtmauer und die Altstadt früh oder spät, und verbring die Mittagszeit auf dem Wasser, auf einer Insel oder im Meer.
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Unsere ehrlichen Bewertungen der Sehenswürdigkeiten
Die großen Highlights in Dubrovnik sind nicht billig. Deshalb haben wir sie ausführlich bewertet – auch mit dem Hinweis, wann sie sich nicht lohnen.
Die 13 besten Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik

1. Rundgang auf der Stadtmauer
Die 1.940 Meter lange Runde um die Altstadt ist das eine Erlebnis, das fast jeder Erstbesucher mitnehmen sollte: auf der einen Seite Terrakottadächer, auf der anderen die Brandung an den Felsen, dazu ein stetiger Anstieg bis zum Minčeta-Turm, dem höchsten Punkt. Der Rundgang kostet Eintritt, führt nur in eine Richtung, das Ticket gilt für einen einzigen Zutritt, und Schatten gibt es kaum – geh also zur Öffnung oder in den letzten Stunden vor Schließung. Plane zwei Stunden ein. Unser Urteil: Lohnt sich die Stadtmauer von Dubrovnik? Wenn du die Geschichte erklärt bekommen und dir um das Timing keine Gedanken machen willst, schlägt eine frühmorgendliche Führung auf der Stadtmauer sowohl die Hitze als auch die Kreuzfahrtmassen.
2. Stradun und die Gassen der Altstadt
Die Hauptstraße der Altstadt verläuft schnurgerade vom Pile-Tor bis zum alten Hafen, ihr Kalksteinpflaster ist von Jahrhunderten voller Schritte spiegelglatt poliert. Das eigentliche Vergnügen liegt aber in den steilen Treppengassen links und rechts, mit Wäscheleinen, Katzen und kleinen Restaurants. Das kostet nichts und ist jederzeit zugänglich. Lauf die Straße um 7:00 Uhr entlang und noch einmal nach Einbruch der Dunkelheit, wenn der Stein im Laternenlicht leuchtet; mittags im Sommer stehst du Schulter an Schulter.
3. Festung Lovrijenac
Diese Festung auf einem 37 Meter hohen Felsen direkt vor dem Pile-Tor schützte die Stadt nach Westen – und von hier aus hast du den besten Blick auf die Mauern statt von ihnen herunter. Vielen ist nicht bewusst, dass der Eintritt im Ticket für die Stadtmauer enthalten ist. Plane inklusive der Treppen 45 Minuten ein. Game-of-Thrones-Fans erkennen hier einen Drehort von King’s Landing, und im Sommer dient die Festung als Bühne der Dubrovniker Sommerfestspiele.
4. Rektorenpalast
Der einstige Regierungssitz der Republik Ragusa ist ein stattlicher gotisch-renaissancezeitlicher Bau mit Arkadenhof, in dem heute das Kulturhistorische Museum untergebracht ist. Es erzählt, wie eine kleine Kaufmannsrepublik jahrhundertelang ihre Unabhängigkeit bewahrte. Der Eintritt kostet, der Palast gehört zu den Dubrovniker Museen, und eine Stunde reicht. Er ist eine gute Wahl für die heißeste Zeit des Tages, und im Sommer finden im Atrium manchmal Konzerte statt.

5. Franziskanerkloster und alte Apotheke
Direkt hinter dem Pile-Tor hat das Franziskanerkloster einen stillen romanischen Kreuzgang und eine Apotheke, die seit dem Mittelalter in Betrieb ist – eine der ältesten Europas. Ein kleines Museum zeigt alte Apothekengefäße und sakrale Kunst. Der Eintritt zu Kreuzgang und Museum kostet und du brauchst 30 bis 45 Minuten. Das Kloster liegt direkt neben dem Haupteingang zur Stadtmauer, kombiniere also beides.
6. Mit der Seilbahn auf den Berg Srđ
Die Seilbahn bringt dich in wenigen Minuten von oberhalb der Altstadt auf den Gipfel des Srđ, und der Blick hinunter auf die ummauerte Stadt, Lokrum und die Inseln ist das klassische Dubrovnik-Panorama. Die Fahrt kostet, oben gibt es ein Restaurant und ein Museum über die Belagerung Dubrovniks 1991–1992. Fahr eine Stunde vor Sonnenuntergang hinauf. Im Winter schließt die Seilbahn für Wartungsarbeiten und öffnet im Frühling wieder, außerdem kann sie bei starkem Wind stillstehen. Du kannst auch über einen steilen, ungeschützten Pfad hinaufwandern – aber nicht in der Sommerhitze.
7. Insel Lokrum
Eine kurze Bootsfahrt vom alten Hafen entfernt ist Lokrum ein geschütztes Naturreservat mit Pinienwald, botanischen Gärten, einer Klosterruine, Pfauen, felsigen Badestellen und einem kleinen Salzwassersee. Derzeit deckt ein Ticket vom offiziellen Ticketschalter am alten Hafen sowohl die Hin- und Rückfahrt als auch den Eintritt ins Reservat ab (30 € pro Person). Nimm dir einen halben Tag oder mehr Zeit, pack Badesachen und Badeschuhe ein und informier dich, wann das letzte Boot zurückfährt.
8. Mit dem Seekajak um die Mauern
Wenn du unterhalb der Mauern und hinaus Richtung Lokrum paddelst, siehst du die Stadt aus einer völlig anderen Perspektive, und die meisten Touren legen an einer Höhle oder einem kleinen Strand einen Stopp zum Baden und Schnorcheln ein. Die Tour kostet, dauert meist zwei bis drei Stunden und eignet sich auch für Anfänger, da die Kajaks in der Regel Zweier sind. Im Sommer sind Touren am Morgen und zum Sonnenuntergang am angenehmsten. Eine Seekajak- und Schnorcheltour umfasst Ausrüstung und Guide.
9. Baden am Banje-Strand oder von den Felsen
Zum Baden musst du die Stadt nicht verlassen. Banje, gleich östlich des Ploče-Tors, ist der nächstgelegene Kiesstrand zur Altstadt, mit Blick zurück auf die Mauern. Einprägsamer sind die kleinen Bars auf den Felsen außerhalb der südlichen Stadtmauer, wo du über Leitern direkt ins tiefe, klare Wasser steigst. Von den Felsen zu baden ist kostenlos, für Liegen und Getränke zahlst du aber. Nimm Badeschuhe mit und pass auf Seeigel auf.

10. Eine Führung zur Altstadtgeschichte oder zu Game of Thrones
In der Altstadt findest du dich allein leicht zurecht, aber ein guter Guide ergänzt, was dir sonst entgehen würde: die Diplomatie der Republik, das Erdbeben von 1667, die Belagerung von 1991–1992 und die helleren Dachziegel, die bis heute zeigen, wo Granaten einschlugen. Fans können stattdessen eine Game-of-Thrones-Tour zu den Drehorten mitmachen. Führungen kosten und dauern meist 90 Minuten bis zwei Stunden. Mach eine gleich zu Beginn deines Aufenthalts, dann ergibt der Rest deines Besuchs mehr Sinn.
11. Bootsausflug zu den Elaphitischen Inseln
Die Inselkette nordwestlich von Dubrovnik umfasst drei bewohnte Inseln – Koločep, Lopud und Šipan – mit ruhigen Dörfern, Olivenhainen und auf Lopud einem Sandstrand, wie man ihn in diesem Teil Kroatiens selten findet. Die Linienfähre ab dem Hafen Gruž ist die günstigste Option, Tageskreuzfahrten bündeln alle drei Inseln mit Mittagessen. Der Ausflug kostet und dauert einen ganzen Tag. Eine Kreuzfahrt zu drei Inseln ist der einfachste Weg, alle auf einmal zu sehen.
12. Cavtat
Das kleine Hafenstädtchen südlich von Dubrovnik ist das, was sich viele von Dubrovnik erhoffen: eine Uferpromenade, von Pinien beschattete Küstenwege und Badestellen, dazu weit weniger Andrang. Hin kommst du mit dem Linienbus oder per Boot vom alten Hafen, was die schönere Variante ist. Den Ort zu erkunden kostet nichts; plane einen halben Tag ein. Lauf den Weg um die Halbinsel Rat und lass den Tag mit einem Abendessen am Hafen ausklingen.
13. Tagesausflug nach Kotor oder Mostar
Dubrovnik liegt nah an zwei Grenzen. Kotor in Montenegro liegt am Ende einer spektakulären, fjordartigen Bucht, Mostar in Bosnien und Herzegowina ist für seine wiederaufgebaute Brücke aus osmanischer Zeit bekannt. Beides sind Ganztagesausflüge, und die Grenzübergänge können im Sommer viel Wartezeit kosten. Nimm deinen Reisepass oder gültigen Personalausweis mit und prüf die Einreisebestimmungen für deine Staatsangehörigkeit. Organisierte Touren ersparen dir die grenzüberschreitende Kfz-Versicherung sind aber kostenpflichtig.
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Praktische Tipps für Dubrovnik
Beste Reisezeit
Mai, Juni und September sind ideal: warmes Meer, lange Tage und weniger Andrang als im Juli und August, wenn Hitze und Kreuzfahrttage die Altstadt anstrengend machen können. Die Dubrovniker Sommerfestspiele füllen Juli und August mit Freilufttheater und Konzerten. Auch der Oktober ist noch angenehm für Spaziergänge. Im Winter schließen viele Restaurants und Bootstouren, und die Seilbahn pausiert für die Wartung – dafür ist die Altstadt dann friedlich.
Wie viele Tage brauchst du?
Zwei Tage reichen für die Stadtmauer, die Altstadt, Lokrum und die Seilbahn. Mit drei oder vier Tagen kannst du einen Inselausflug, eine Kajaktour, Cavtat oder einen grenzüberschreitenden Tagesausflug ergänzen und hast Zeit, den vollsten Stunden auszuweichen.
Unterwegs in Dubrovnik
Die Altstadt ist autofrei, erkunden kannst du sie nur zu Fuß – über viele Treppen. Die Stadtbusse von Libertas verbinden das Pile-Tor mit dem Hafen Gruž, dem Busbahnhof, Lapad und Babin Kuk. Parkplätze in der Nähe der Altstadt sind rar und teuer. Der von der Stadt verkaufte Dubrovnik Pass bündelt den Eintritt zu mehreren Museen und Sehenswürdigkeiten mit Busfahrten; schau auf der offiziellen Website nach, was aktuell enthalten ist, bevor du davon ausgehst, dass er sich rechnet. Es lohnt sich immer, den Kreuzfahrtkalender zu prüfen und die Altstadtbesuche um die vollsten Tage herum zu planen.
Wo übernachten?
- Altstadt: unschlagbare Atmosphäre, aber Treppen, Lärm und eingeschränkter Zugang mit Gepäck.
- Ploče: gleich östlich der Altstadt, mit Blick auf die Mauern und schnell am Banje-Strand.
- Pile und Boninovo: nah am Haupttor und an den Bussen, oft günstiger.
- Lapad und Babin Kuk: ruhiger, mit Stränden und Hotels, eine Busfahrt vom Zentrum entfernt.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tage braucht man für die Dubrovnik Sehenswürdigkeiten?
Zwei volle Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Mit drei oder vier Tagen kannst du Inselausflüge, Kajakfahren und einen Tagesausflug nach Kotor, Mostar oder Cavtat ergänzen.
Wann ist die beste Tageszeit für die Stadtmauer?
Zur Öffnung oder in den letzten Stunden vor Schließung. Auf der Mauer gibt es kaum Schatten, und von vormittags bis zum mittleren Nachmittag ist es im Sommer am heißesten und vollsten.
Ist Dubrovnik teuer?
Für kroatische Verhältnisse ja. Stadtmauer, Lokrum, Seilbahn und die Restaurants in der Altstadt kosten mehr als anderswo im Land. Kostenlose Erlebnisse wie das Baden von den Felsen, ein abendlicher Bummel durch die Altstadt und Cavtat helfen, dein Budget auszugleichen.
Kann man in Dubrovnik baden?
Ja, und das ist eines der Highlights. Der Banje-Strand liegt der Altstadt am nächsten, außerdem gibt es Badestellen auf den Felsen unterhalb der Mauern, auf Lokrum und rund um Lapad. Das Wasser ist klar und tief, nimm also Badeschuhe mit.
Braucht man für einen Tagesausflug nach Kotor oder Mostar einen Reisepass?
Du überquerst eine Grenze außerhalb des Schengen-Raums. Nimm also einen gültigen Reisepass oder Personalausweis mit und prüf vor der Abreise die Bestimmungen für deine Staatsangehörigkeit.
Titelbild: Foto: Tony Hisgett from Birmingham, UK, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
