Sevilla Sehenswürdigkeiten

Die Sevilla Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander in einem kompakten, gut zu Fuß erkundbaren Zentrum: ein Königspalast im Mudéjar-Stil, eine der größten gotischen Kathedralen der Welt und ein Viertel am Fluss, das sich als Geburtsort des Flamenco sieht. Planen musst du vor allem um die Hitze herum: Von Juni bis September ist es nachmittags sehr heiß, gute Tage beginnen hier also früh und enden spät. Hier erfährst du, was sich wirklich lohnt und was du im Voraus buchen solltest.

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Unsere ehrlichen Bewertungen der Sehenswürdigkeiten

Die wichtigste kostenpflichtige Sehenswürdigkeit Sevillas haben wir ausführlich bewertet – mit Preisen, den Regeln für die Zeitfenster und den Fehlern, die einen Besuch verderben.

Die 13 besten Sehenswürdigkeiten in Sevilla

Der Glockenturm Giralda und die Kathedrale von Sevilla nachts beleuchtet über der Plaza Virgen de los Reyes
Die Giralda und die Kathedrale bei Nacht (Foto: Diliff, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

1. Real Alcázar

Für viele Besucher wird der Alcázar noch vor der Kathedrale zum Highlight Sevillas. Der Palast von Peter I. ist über und über mit geschnitztem Stuck, Fliesen und kunstvollen Holzdecken verziert, und die Gärten dahinter mit Brunnen, Orangenbäumen und versteckten Pavillons machen die Hälfte des Erlebnisses aus. Fans von Game of Thrones erkennen darin die Wassergärten von Dorne wieder.

  • Zeitbedarf: 2,5 bis 3 Stunden für einen entspannten Besuch inklusive Gärten.
  • Kosten: 15,50 € für das reguläre Ticket zum Zeitpunkt der Recherche; Kinder bis 13 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen haben freien Eintritt.
  • Tipp: Der Einlass erfolgt in 30-Minuten-Zeitfenstern, und offizielle Tickets können weder umgebucht noch erstattet werden. Buch im Sommer ein frühes Zeitfenster.

Unsere ausführliche Bewertung: Lohnt sich der Real Alcázar in Sevilla? Du kannst auch Tickets und Führungen für den Alcázar vergleichen.

2. Kathedrale von Sevilla und Giralda

Die Kathedrale von Sevilla wurde an der Stelle der großen Moschee der Stadt errichtet und ist eine der größten gotischen Kirchen der Welt, mit einem gewaltigen vergoldeten Altarbild und dem Grabmal von Christoph Kolumbus. Ihr Glockenturm, die Giralda, war ursprünglich das Minarett der Moschee. Hinauf geht es über eine Reihe von Rampen statt Treppen, und der Blick über die Dächer lohnt die Mühe.

3. Plaza de España

Der riesige halbkreisförmige Platz wurde für die Iberoamerikanische Ausstellung von 1929 gebaut. Ein Kanal wird von gefliesten Brücken überspannt, und eine lange Reihe von Keramiknischen stellt je eine spanische Provinz dar. Der Platz ist prachtvoll, fotogen und komplett kostenlos – und einer der Orte, an denen Sevillas Liebe zu Fliesen am schönsten zur Geltung kommt.

  • Zeitbedarf: 45 Minuten bis eine Stunde.
  • Kosten: kostenlos.
  • Tipp: Komm am späten Nachmittag, wenn die Ziegel orange leuchten und der Schatten auf deiner Seite des Platzes liegt.

4. Parque de María Luisa

Direkt neben der Plaza de España liegt Sevillas wichtigster Park, eine schattige Mischung aus Palmen, Teichen, gefliesten Bänken und Brunnen. Hierhin ziehst du dich zurück, wenn die Sonne zu stark wird, und die Plaza de América am südlichen Ende ist von weiteren Pavillons aus der Ausstellungszeit gesäumt.

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  • Zeitbedarf: eine Stunde.
  • Kosten: kostenlos.
  • Tipp: Kombinier den Park mit der Plaza de España zu einem Spaziergang am späten Nachmittag.

5. Barrio Santa Cruz

Das ehemalige jüdische Viertel neben dem Alcázar ist ein Labyrinth aus weiß getünchten Gassen, Blumentöpfen, Orangenbäumen und kleinen Plätzen wie der Plaza de Doña Elvira. Teile davon sind voller Reisegruppen, doch schon eine Straße abseits der Hauptroute wird es schnell ruhig.

  • Zeitbedarf: 1 bis 2 Stunden.
  • Kosten: kostenlos.
  • Tipp: In den engen Gassen bleibt es vergleichsweise kühl, deshalb ist das auch an warmen Tagen ein guter Spaziergang. Lass die Karte stecken und lass dich treiben.

6. Setas de Sevilla (Metropol Parasol)

Das riesige Holzdach über der Plaza de la Encarnación, von Einheimischen „die Pilze“ genannt, ist das Wahrzeichen des modernen Sevilla. Ein Rundgang oben bietet einen 360-Grad-Blick über die Altstadt, und darunter liegt eine archäologische Stätte mit römischen und maurischen Resten.

  • Zeitbedarf: 60 bis 90 Minuten, laut offizieller Website.
  • Kosten: 16 € zum Zeitpunkt der Recherche für Aussichtsplattform, einen multisensorischen Film und die abendliche Lichtshow.
  • Tipp: Laut offizieller Website ist von 9:30 Uhr morgens bis 1:00 Uhr nachts geöffnet. Komm zum Sonnenuntergang und bleib für die Lichter.

7. Triana

Auf der anderen Seite des Guadalquivir liegt Triana, das alte Viertel der Seeleute, Töpfer und Flamenco-Künstler. Überquer die Isabel-II.-Brücke (Puente de Triana), stöber in der Markthalle neben der Brücke und halt Ausschau nach den Keramikwerkstätten und gefliesten Fassaden in den Straßen dahinter.

  • Zeitbedarf: ein halber Tag oder ein Abend.
  • Kosten: kostenlos.
  • Tipp: An der Calle Betis am Flussufer reihen sich Bars mit Blick über den Fluss auf den Torre del Oro und die Kathedrale.
Das hölzerne Dach Metropol Parasol über der Plaza de la Encarnación in Sevilla, dahinter eine Kirchenkuppel
Die Setas de Sevilla: Geh zum Sonnenuntergang hinauf, um die Aussicht zu genießen (Foto: Benjamin Smith, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

8. Eine Flamenco-Show

Sevilla ist einer der besten Orte der Welt, um Flamenco zu erleben – von aufwendigen Theatershows bis zu kleinen, intimen Bühnen. Das Museo del Baile Flamenco in der Altstadt verbindet eine Ausstellung mit Abendvorstellungen.

  • Zeitbedarf: etwa eine Stunde.
  • Kosten: kostenpflichtig.
  • Tipp: Kleinere Bühnen sind in der Hochsaison ausverkauft, buch also ein bis zwei Tage im Voraus. Flamenco-Shows in Sevilla vergleichen.

9. Casa de Pilatos

Dieser Adelspalast, der noch immer der Stiftung der Familie Medinaceli gehört, verbindet Mudéjar, Gotik und Renaissance rund um einen Innenhof mit einigen der schönsten Fliesenarbeiten der Stadt. Eine ruhigere, kleinere Alternative, wenn der Alcázar ausverkauft oder zu voll ist.

  • Zeitbedarf: etwa eine Stunde.
  • Kosten: kostenpflichtig.
  • Tipp: Erdgeschoss und Gärten sind die Highlights; das Obergeschoss lohnt sich nur, wenn du historische Innenräume liebst.

10. Torre del Oro und das Flussufer

Der Wachturm aus dem 13. Jahrhundert am Ufer des Guadalquivir bewachte einst den Flusshafen, durch den die Reichtümer aus Amerika flossen. Heute beherbergt er ein kleines Marinemuseum, und die Uferpromenade zu beiden Seiten ist herrlich für einen Abendspaziergang.

  • Zeitbedarf: 30 Minuten bis eine Stunde.
  • Kosten: die Promenade ist kostenlos; für den Turm zahlst du einen kleinen Eintritt.
  • Tipp: Am Kai neben dem Turm starten Bootsfahrten auf dem Fluss – eine entspannte Art, die Stadt vom Wasser aus zu sehen.

11. Tapas in El Arenal und an der Alameda de Hércules

In Sevilla isst man am besten im Stehen an der Bar, ein kleiner Teller nach dem anderen. El Arenal zwischen Kathedrale und Fluss hat traditionelle Tavernen; die Alameda de Hércules, ein langer Platz nördlich des Zentrums, zieht ein jüngeres, alternativeres Publikum an.

  • Zeitbedarf: ein Abend.
  • Kosten: du zahlst, was du bestellst.
  • Tipp: Bestell Tapas an der Bar statt am Tisch, das ist oft günstiger, und probier Salmorejo, Espinacas con Garbanzos und ein Glas Manzanilla-Sherry.

12. Stierkampfarena Real Maestranza

Eine der ältesten und schönsten Stierkampfarenen Spaniens steht am Flussufer in El Arenal. Die Führung umfasst die Arena und ein Museum. Egal, wie du zum Stierkampf stehst: Das Bauwerk ist ein wichtiger Teil der Geschichte und Architektur Sevillas.

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  • Zeitbedarf: etwa 45 Minuten.
  • Kosten: kostenpflichtig.
  • Tipp: Lass sie aus, wenn du Stierkämpfe ablehnst; die Führung verschweigt nicht, wofür das Gebäude genutzt wird.

13. Córdoba (Tagesausflug)

Die Mezquita-Catedral von Córdoba, ein Wald aus rot-weiß gestreiften Bögen mit einer mitten hineingebauten Renaissance-Kathedrale, ist eines der außergewöhnlichsten Bauwerke Spaniens. Die blumengeschmückten Innenhöfe des alten jüdischen Viertels und die Römische Brücke machen daraus einen vollen, lohnenden Tag.

  • Zeitbedarf: ein ganzer Tag.
  • Kosten: die Altstadt ist kostenlos; die Mezquita-Catedral kostet Eintritt.
  • Tipp: Córdoba liegt an der Hochgeschwindigkeitsstrecke ab Sevilla, du kommst also leicht auf eigene Faust hin. Für einen geführten Tag schau dir diese Tagestour nach Córdoba ab Sevilla an und prüf, ob das Ticket für die Mezquita-Catedral inklusive ist.
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Praktische Tipps für Sevilla

Die eiserne Isabel-II.-Brücke über den Guadalquivir, die das Zentrum von Sevilla mit Triana verbindet
Die Triana-Brücke, das Tor zu einem der stimmungsvollsten Viertel Sevillas (Foto: Diego Delso, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Beste Reisezeit

Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober und November) sind die besten Jahreszeiten, mit warmen Tagen und Orangenblütenduft oder goldenem Licht. Die Karwoche (Semana Santa) und die Aprilmesse (Feria de Abril) sind spektakulär, aber dann ist die Stadt voll und die Unterkunftspreise steigen kräftig. Der Sommer ist extrem heiß: Besichtige früh, ruh dich nachmittags aus und geh nach Sonnenuntergang wieder los – so machen es auch die Einheimischen. Der Winter ist mild und ruhig.

Wie viele Tage brauchst du?

  • 1 Tag: Alcázar und Kathedrale am Vormittag, Santa Cruz, die Plaza de España am späten Nachmittag und Tapas.
  • 2 bis 3 Tage: dazu Triana, die Setas bei Sonnenuntergang, eine Flamenco-Show und die Casa de Pilatos.
  • 4 Tage: dazu ein Tagesausflug nach Córdoba.

Unterwegs in der Stadt

Das historische Zentrum ist kompakt und am besten zu Fuß zu erkunden; Alcázar, Kathedrale, Santa Cruz und El Arenal liegen nur wenige Minuten voneinander entfernt. Die Straßenbahn T1 fährt durch das Zentrum, mit einer Haltestelle Archivo de Indias direkt neben dem Alcázar, und zur Plaza de España sind es von der Kathedrale aus angenehme 15 bis 20 Minuten zu Fuß. Ein Auto brauchst du nicht, und Parken in der Altstadt ist schwierig.

Wo übernachten?

  • Santa Cruz und rund um die Kathedrale: direkt bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, aber touristisch und teurer.
  • El Arenal: zentral, nah am Fluss und an guten Tapas-Bars.
  • Alfalfa und Centro: lebendige Plätze und gute Restaurants, trotzdem alles zu Fuß erreichbar.
  • Triana: ursprünglicher und stimmungsvoll, gleich auf der anderen Seite der Brücke.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die wichtigste unter den Sevilla Sehenswürdigkeiten?

Der Real Alcázar, dicht gefolgt von der Kathedrale und der Giralda nebenan. Buch für den Alcázar ein frühes Zeitfenster, vor allem zwischen Mai und September.

Lohnt sich Sevilla im Sommer?

Ja, wenn du dich an die Hitze anpasst. Sieh dir die großen Sehenswürdigkeiten am Vormittag an, gönn dir ein langes Mittagessen und eine Pause und geh am Abend wieder hinaus, wenn Plätze und Tapas-Bars zum Leben erwachen.

Wie viele Tage braucht man für Sevilla?

Mit zwei bis drei Tagen siehst du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne Hektik und kannst die Abende genießen. Plan einen Tag mehr ein, wenn du nach Córdoba möchtest.

Kann man Alcázar und Kathedrale am selben Tag besuchen?

Ja, sie liegen direkt nebeneinander. Rechne mit etwa drei Stunden für den Alcázar und eineinhalb Stunden für Kathedrale und Giralda, mit einer Mittagspause dazwischen.

Was tun in Sevilla, um authentischen Flamenco zu sehen?

Triana ist das traditionelle Herz des Flamenco, und in der ganzen Altstadt gibt es kleine Bühnen und größere Theatershows. Kleinere Bühnen wirken intimer; buch im Frühling und Herbst im Voraus.

Titelbild: Foto: Carlos Delgado, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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