London Sehenswürdigkeiten

London ist teuer, aber die besten Museen der Stadt kosten nichts: Das British Museum, die National Gallery, die Tate Modern und das Natural History Museum verlangen für ihre Dauerausstellungen keinen Eintritt. Das verändert, wie du deine Reise planst. Gib dein Geld für die wenigen kostenpflichtigen London Sehenswürdigkeiten aus, die es wirklich wert sind, etwa den Tower of London oder eine Show im West End, und füll die Lücken mit kostenlosen Museen, Märkten und Spaziergängen an der Themse. Dieser Guide zeigt dir, was sich lohnt, wie viel Zeit du für jeden Stopp brauchst und wo ein Ticket oder eine Tour wirklich hilft.

Tickets für den Tower of London, West-End-Shows und Tagesausflüge nach Stonehenge im Vergleich
Kostenlose Stornierung bei den meisten Touren

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Unsere ehrlichen Bewertungen der Sehenswürdigkeiten

Die kostenpflichtigen Attraktionen in London summieren sich schnell, deshalb haben wir geprüft, ob die großen Namen ihr Geld wert sind. Fang mit diesen Urteilen an.

Die 14 besten Sehenswürdigkeiten in London

Der Great Court mit Glasdach im British Museum in London mit Besuchern
Der Great Court des British Museum, Eintritt frei (Foto: Diliff, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

1. Der Tower of London

Mittelalterliche Festung, Königspalast und Gefängnis an der Themse, Heimat der Kronjuwelen und der Yeoman Warders. Das Ticket gehört zu den teureren in London, füllt aber drei bis vier Stunden: das Jewel House, der White Tower, die Wehrgänge und eine im Ticket enthaltene Führung mit einem Yeoman Warder. Tipp: Geh direkt nach der Öffnung zu den Kronjuwelen, denn die Schlange ist etwa zwischen 12 und 15 Uhr am längsten. Lies Lohnt sich der Tower of London? oder vergleiche Tickets und Early-Access-Touren für den Tower of London.

2. Das British Museum

Zwei Millionen Jahre Menschheitsgeschichte unter einem Dach, vom Stein von Rosetta und den Parthenon-Skulpturen bis zu ägyptischen Mumien und dem Schatz von Sutton Hoo. Der allgemeine Eintritt ist frei, du musst also nicht alles auf einmal sehen. Zwei bis drei Stunden reichen für die Highlights. Tipp: Such dir vorher drei oder vier Säle aus und geh zuerst dorthin. Der Great Court mit seinem Glasdach ist beeindruckend, aber eben eine Halle und nicht die Sammlung, und die berühmtesten Räume sind ab dem späten Vormittag am vollsten.

3. Westminster Abbey

Die Kirche, in der englische und britische Monarchen seit fast tausend Jahren gekrönt werden, voller Königsgräber, mit der Poets‘ Corner und einiger der schönsten mittelalterlichen Architektur des Landes. Für die Besichtigung zahlst du Eintritt; plane etwa zwei Stunden ein. Tipp: Sonntags ist die Abbey nur für Gottesdienste geöffnet, nicht zur Besichtigung, und sie kann für Gottesdienste und Veranstaltungen kurzfristig schließen. Der Besuch eines Gottesdienstes ist kostenlos, wenn du nur den Innenraum sehen und den Chor hören möchtest. Besichtigungstickets gibt es auf der offiziellen Website oder über Eintrittskarten und Führungen für Westminster Abbey.

4. Westminster, Buckingham Palace und die Wachablösung

Geh von Big Ben und den Houses of Parliament an der Horse Guards Parade vorbei und durch den St James’s Park bis zum Buckingham Palace. Das ist die klassische Postkartenroute durch London, und sie ist kostenlos. Plane zwei Stunden ein, mehr, wenn du die Wachablösung (Changing of the Guard) sehen willst. Tipp: Die Zeremonie findet nicht jeden Tag statt, prüf also am Vortag den offiziellen Zeitplan. Sei früh am Zaun des Palastes oder schau dir die Kapelle beim Marsch über The Mall an, wo weniger Gedränge herrscht.

5. Das London Eye

Das Riesenrad an der South Bank braucht etwa 30 Minuten für eine Umdrehung, und die Houses of Parliament liegen direkt unter deiner Gondel. Ein entspanntes Erlebnis für jedes Alter, aber nicht die preiswerteste Aussicht in London. Kostenpflichtig. Tipp: Buch online (an der Kasse ist es teurer), wähle einen klaren Tag und denk daran, dass die Uhrzeit auf deinem Ticket angibt, wann du dich anstellst, nicht wann du einsteigst. Lies Lohnt sich das London Eye? oder sieh dir Tickets für das London Eye an.

Die Millennium Bridge über die Themse in Richtung St Paul's Cathedral in London
Über die Millennium Bridge erreichst du St Paul's Cathedral am schönsten (Foto: Telemaque MySon, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

6. Die South Bank und die Tate Modern

Der Uferweg vom London Eye bis zur Tower Bridge ist der beste kostenlose Spaziergang der Stadt: Straßenkünstler, der Büchermarkt unter der Waterloo Bridge, Shakespeare’s Globe und die Tate Modern in einem ehemaligen Kraftwerk. Die Sammlung der Tate Modern mit Werken von Picasso, Matisse und Yayoi Kusama ist kostenlos, manche Ausstellungen kosten Eintritt. Ein halber Tag in gemütlichem Tempo. Tipp: Fahr hinauf zur Aussichtsebene im Blavatnik Building der Tate Modern, dort hast du gratis einen Blick über die Themse und auf St Paul’s.

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7. St Paul’s Cathedral

Christopher Wrens barockes Meisterwerk, nach dem Großen Brand von 1666 neu erbaut, mit einer Kuppel, auf der du zu Galerien innen und außen hinaufsteigen kannst. Für die Besichtigung zahlst du Eintritt; plane inklusive Aufstieg etwa zwei Stunden ein. Tipp: Geh von der Tate Modern über die Millennium Bridge zu St Paul’s, das ist der schönste Zugang, und buch online, wo die Tickets derzeit günstiger sind als an der Tür.

8. Die National Gallery und der Trafalgar Square

Eine der großen Sammlungen europäischer Malerei, von Van Eyck und Leonardo bis zu Turner, Constable und Van Goghs Sonnenblumen, direkt am Trafalgar Square. Der allgemeine Eintritt ist frei, einige Ausstellungen kosten Eintritt. Zwei Stunden für die Highlights. Tipp: Freitags hat die Galerie abends länger geöffnet, und online kannst du ein kostenloses Zeitfenster-Ticket für einen schnelleren Einlass buchen; ohne Ticket reinzukommen ist aber ebenfalls möglich. Einige Säle sind derzeit wegen Bauarbeiten geschlossen.

9. Borough Market

Londons bekanntester Lebensmittelmarkt liegt unter den Eisenbahnbögen neben der London Bridge. Ein guter Ort fürs Mittagessen: Käse, Austern, äthiopische Eintöpfe, Salt-Beef-Sandwiches und einige der besten Backwaren der Stadt. Der Eintritt ist frei. Etwa eine Stunde. Tipp: Samstagmittag herrscht Gedränge; komm lieber an einem Wochentag vormittags und verbinde den Besuch mit der Southwark Cathedral nebenan und dem Spaziergang an der South Bank.

Besucher unter dem grünen Eisendach und dem Schild des Borough Market in London
Borough Market, am besten an einem Wochentag vormittags (Foto: Jeremy Keith from Brighton & Hove, United Kingdom, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

10. Das Natural History Museum und South Kensington

Die Dinosaurierskelette, der Blauwal in der Hintze Hall und das neoromanische Gebäude selbst machen dieses Museum zum besten in London für Familien. Das Victoria and Albert Museum und das Science Museum liegen an derselben Straße. Die Ausstellungsräume sind kostenlos, Sonderausstellungen kosten Eintritt. Ein halber Tag für ein Museum, ein ganzer, wenn du zwei kombinierst. Tipp: Buch online ein kostenloses Eintrittsticket; in den Schulferien und an verregneten Wochenenden kann die Schlange draußen lang werden.

11. Eine Show im West End

Im Theaterviertel rund um Leicester Square und Covent Garden laufen an den meisten Abenden der Woche langjährige Musicals und neue Stücke, an manchen Nachmittagen auch Matineen. Das ist eines der wenigen Dinge, die du wirklich nur in London (oder New York) erleben kannst. Kostenpflichtig, rund zweieinhalb bis drei Stunden. Tipp: Vorstellungen unter der Woche und Matineen sind meist leichter zu bekommen als Freitag- und Samstagabende. Plätze für die großen Musicals vergleichst du unter Tickets für West-End-Shows.

12. Greenwich

Ein Ort am Fluss innerhalb Londons mit maritimem UNESCO-Welterbe: das Old Royal Naval College, die Cutty Sark, das Royal Observatory am Nullmeridian und ein großer Park mit Blick zurück auf Canary Wharf. Das National Maritime Museum und das Queen’s House sind kostenlos, Cutty Sark und Royal Observatory kosten Eintritt. Ein halber bis ganzer Tag. Tipp: Fahr mit dem Boot aus der Innenstadt hin und mit der DLR zurück, und geh im Greenwich Park den Hügel hinauf, um die Skyline zu sehen, auch wenn du das Observatorium auslässt.

13. Camden Market und Regent’s Canal

Auf Camdens weitläufigen Märkten mischen sich Streetfood, Vintage-Kleidung und alternative Mode, und der Treidelpfad am Regent’s Canal führt nach Westen vorbei an Little Venice oder nach Osten Richtung King’s Cross. Zum Bummeln kostenlos. Zwei bis drei Stunden. Tipp: Lauf den Kanalweg von Camden nach Little Venice (oder umgekehrt), um eine ruhigere Seite Londons zu sehen, und komm vormittags, bevor sich der Markt füllt.

14. Tagesausflug nach Stonehenge

Der prähistorische Steinkreis in der Salisbury Plain beeindruckt vor Ort mehr, als die meisten erwarten. Du siehst ihn allerdings von einem Weg rund um die Steine aus, und der Ausflug dauert einen ganzen Tag: Die Fahrt von London dauert pro Strecke etwa zwei Stunden. Kostenpflichtig. Tipp: Kombiniere den Ausflug mit Bath, Salisbury oder Windsor, damit sich die Fahrt lohnt, und buch spätestens am Vortag online auf der Website von English Heritage, um den Vorverkaufsrabatt zu bekommen. Sieh dir Lohnt sich Stonehenge? an oder eine Tagestour ab London nach Windsor, Stonehenge und Bath.

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Praktische Tipps für London

Beste Reisezeit

Mai, Juni und September sind die angenehmsten Monate: lange Tage, mildes Wetter und Parks in voller Pracht. Im Juli und August sorgen die Schulferien für volle Museen und einen vollen Tower. Richtig kalt wird es in London selten, und im Winter gibt es kürzere Schlangen und Weihnachtsbeleuchtung, dafür ist es schon am Nachmittag dunkel. Regnen kann es in jedem Monat, auch deshalb sind die kostenlosen Museen so praktisch.

Wie viele Tage brauchst du?

Vier Tage sind ideal für den ersten Besuch: einer für Westminster und die South Bank, einer für Tower, St Paul’s und Borough Market, einer für British Museum, National Gallery und eine West-End-Show und einer für South Kensington oder Greenwich. Mit einem fünften Tag kommt Stonehenge oder ein anderer Tagesausflug dazu.

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Unterwegs in London

Für den Nahverkehr brauchst du weder ein Papierticket noch eine spezielle Touristenkarte. In der Tube, in Bussen, der Elizabeth line, der DLR und den meisten Zügen in London checkst du einfach mit einer kontaktlosen Bankkarte, dem Handy oder einer Oyster Card ein und aus. Die Pay-as-you-go-Tarife sind gedeckelt, ein Tag mit vielen Fahrten kostet also nie mehr als der Höchstbetrag für die genutzten Zonen. Benutze den ganzen Tag dieselbe Karte oder dasselbe Gerät, denn der Deckel gilt nur pro Karte. In Bussen wird kein Bargeld angenommen. Für kurze Strecken im Zentrum bist du zu Fuß oft schneller als mit der Tube, zum Beispiel zwischen Covent Garden und Leicester Square.

Vor der Reise: Besucher aus der EU und vielen anderen Ländern brauchen inzwischen vor der Reise eine britische elektronische Reisegenehmigung (ETA). Sie kostet derzeit 20 £ (ca. 23 €) auf der offiziellen Website gov.uk; andere Websites verlangen mehr. Das betrifft also auch Reisende aus Deutschland und Österreich.

City-Pässe: Weil so viele der besten Museen Londons kostenlos sind, lohnt sich ein Sightseeing-Pass nur, wenn du in kurzer Zeit mehrere kostenpflichtige Attraktionen besuchen willst. Rechne vor dem Kauf die offiziellen Ticketpreise dessen zusammen, was du tatsächlich sehen wirst.

Wo übernachten?

  • South Bank und Southwark: direkt am Fluss, zu Fuß nach Westminster, zur Tate Modern und zum Borough Market.
  • Covent Garden und Soho: mitten im West End bei Theatern und Restaurants, aber lebhaft und teuer.
  • Bloomsbury: ruhigere Straßen nahe dem British Museum mit guter Tube-Anbindung.
  • King’s Cross und St Pancras: praktisch, wenn du mit dem Eurostar ankommst, mit einem stark aufgewerteten Viertel am Kanal.
  • South Kensington: elegant und sicher, neben den großen Museen und dem Hyde Park.
  • Shoreditch: jünger, mit Bars, Street-Art und Märkten; gutes Preis-Leistungs-Verhältnis am Rand der City.

Häufig gestellte Fragen

Welche London Sehenswürdigkeiten sind die Nummer eins?

Für die meisten, die zum ersten Mal kommen, ist es der Tower of London mit den Kronjuwelen und der Führung durch einen Yeoman Warder. Wenn du lieber nichts zahlen möchtest, bekommst du mit dem British Museum und einem Spaziergang an der South Bank vom London Eye zur Tower Bridge einen ähnlichen Eindruck von der Stadt – kostenlos.

Wie viele Tage in London sind genug?

Mit vier Tagen siehst du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne Hetze. Bei zwei oder drei Tagen konzentrierst du dich auf Westminster, die South Bank, den Tower und ein großes Museum.

Was kann man in London kostenlos machen?

Sehr viel: das British Museum, die National Gallery, die Tate Modern, das Natural History Museum und das V&A, das National Maritime Museum in Greenwich, die Parks, Borough Market und Camden Market sowie die Wachablösung. Auch der Besuch eines Gottesdienstes in Westminster Abbey oder St Paul’s ist kostenlos.

Muss ich Sehenswürdigkeiten in London im Voraus buchen?

Für die kostenpflichtigen Highlights ja: Tower of London, London Eye und Westminster Abbey sind online günstiger oder schneller, und beliebte West-End-Shows sind am Wochenende ausverkauft. Bei den kostenlosen Museen ist ein Zeitfenster-Ticket meist optional, hilft aber in den Schulferien.

Brauchen EU-Bürger eine ETA für London?

Ja, die meisten Besucher aus der EU brauchen inzwischen vor der Reise eine britische elektronische Reisegenehmigung. Beantrage sie auf der offiziellen Website gov.uk oder in der App; sie kostet derzeit 20 £ (ca. 23 €). Prüf im Visa-Checker der britischen Regierung, was für deine Staatsangehörigkeit gilt.

Lohnt sich ein Tagesausflug von London nach Stonehenge?

Ja, wenn du ihn mit Bath, Salisbury oder Windsor kombinierst. Die Steine allein sind nach einer langen Fahrt ein kurzer Besuch, eine kombinierte Tour bietet für den Tag also viel mehr.

Titelbild: Foto: Christian David, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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