Rom packt fast dreitausend Jahre Geschichte in ein Zentrum, das du zu Fuß in etwa einer Stunde durchqueren kannst: eine antike Arena, eine Renaissance-Kapellendecke und eine fast 1.900 Jahre alte Betonkuppel liegen alle in Laufweite voneinander. Die wichtigsten Rom Sehenswürdigkeiten funktionieren allerdings mit Zeitfenster-Tickets und langen Warteschlangen. Ein bisschen Planung entscheidet also darüber, ob du deine Tage in den Monumenten verbringst oder davor.
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Unsere ehrlichen Bewertungen der Sehenswürdigkeiten
Bevor du für ein Ticket bezahlst, lies unsere ungeschönten Urteile zu den großen Sehenswürdigkeiten Roms: Was ist sein Geld wert, was ist überbewertet und wie umgehst du die schlimmsten Schlangen?
Die 12 besten Sehenswürdigkeiten in Rom

Unsere Liste der Rom Sehenswürdigkeiten mischt die berühmten Klassiker mit ein paar Orten, an denen die meisten Erstbesucher einfach vorbeilaufen. Zu jedem Punkt findest du, wie viel Zeit du ungefähr brauchst und ob du ein Ticket benötigst.
1. Das Kolosseum, das Forum Romanum und der Palatin
Das Kolosseum lässt niemand aus, und das zu Recht: Wer im Amphitheater mit seinen 50.000 Plätzen steht, versteht das Römische Reich besser als in jedem Museum. Dein Ticket gilt außerdem für das Forum Romanum, das politische Herz des antiken Roms, und für den Palatin, auf dem die Kaiser ihre Paläste bauten. Viele Besucher hetzen durch diese beiden Teile, und das ist ein Fehler: Sie machen die Hälfte des Ticketwerts aus und sind deutlich weniger überlaufen.
Zeitbedarf: ein halber Tag für alle drei. Kostenpflichtig: Die Tickets sind personalisiert und an ein Zeitfenster gebunden, und das Standardticket umfasst weder die unterirdischen Bereiche noch die Arenaebene. Tipp: Besuche Forum und Palatin gleich morgens, solange es noch kühl ist, und heb dir das Kolosseum für dein gebuchtes Zeitfenster auf. In Lohnt sich das Kolosseum? erklären wir die Ticketarten, oder du vergleichst Kolosseum-Tickets und Touren, wenn die offiziellen Zeitfenster schon weg sind.
2. Die Vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle
Eine der großen Kunstsammlungen der Welt: die Stanzen des Raffael, die Galerie der Landkarten, die Laokoon-Gruppe und ganz am Ende eines langen Einbahn-Rundgangs Michelangelos Decke der Sixtinischen Kapelle. Das Ganze ist überwältigend, im Guten wie im Schlechten. Ohne Plan schiebst du dich mit der Masse durch die Gänge und kommst so erschöpft in der Sixtinischen Kapelle an, dass du kaum noch nach oben schaust.
Zeitbedarf: 3 bis 4 Stunden. Kostenpflichtig: vorab buchen. Tipp: Die Kleiderordnung (Schultern und Knie bedeckt) wird kontrolliert, und in der Sixtinischen Kapelle ist Fotografieren verboten. In Lohnen sich die Vatikanischen Museen? liest du, wie du deinen Rundgang planst, oder du prüfst Tickets und Early-Entry-Touren für die Vatikanischen Museen.
3. Der Petersdom und seine Kuppel
Die größte Kirche der Christenheit kannst du kostenlos betreten, und die Dimensionen im Inneren sind atemberaubend: Michelangelos Pietà steht gleich rechts hinter dem Eingang, und Berninis bronzener Baldachin erhebt sich über dem Hauptaltar. Den besten Blick über Rom hast du von Michelangelos Kuppel. Ein Aufzug bringt dich ein Stück nach oben, das letzte Stück ist aber eine enge, schräge Treppe – nichts für Menschen mit Platzangst.
Zeitbedarf: 1 bis 2 Stunden inklusive Kuppel. Kostenlos (der Kuppelaufstieg kostet Eintritt). Tipp: Die Sicherheitskontrolle auf dem Petersplatz ist frühmorgens am kürzesten. Es gilt dieselbe Kleiderordnung wie in den Vatikanischen Museen.
4. Das Pantheon
Das Pantheon wurde vor fast 1.900 Jahren unter Kaiser Hadrian erbaut und hat bis heute die größte unbewehrte Betonkuppel der Welt, mit einer fast neun Meter breiten Öffnung zum Himmel. Es ist nach wie vor eine geweihte Kirche, und der Maler Raffael liegt hier begraben. Wenn es regnet, fällt das Wasser direkt durch das Opaion und fließt durch Löcher im Marmorboden ab.
Zeitbedarf: 30 bis 45 Minuten. Kostenpflichtig: Seit 2023 verlangt das Pantheon einen moderaten Eintritt. Tipp: Die Piazza davor ist frühmorgens oder nach Einbruch der Dunkelheit am schönsten. Wenn du nicht an den Automaten anstehen willst, buch einen Eintritt mit Zeitfenster fürs Pantheon.
5. Der Trevi-Brunnen
Nicola Salvis barocker Brunnen füllt einen ganzen kleinen Platz aus, und genau deshalb wirkt er in echt so viel beeindruckender als auf Fotos. Der Tradition nach kommst du nach Rom zurück, wenn du eine Münze über die Schulter wirfst. Die Münzen werden eingesammelt und gehen an wohltätige Zwecke.
Zeitbedarf: 15 bis 30 Minuten. Vom Platz aus kostenlos, kleine Gebühr für den Bereich am Becken: Laut der offiziellen Tourismusseite Roms brauchst du seit dem 2. Februar 2026 zwischen 9:00 und 22:00 Uhr ein Ticket für 2 €, um die Stufen direkt am Wasser zu betreten. Außerhalb dieser Zeiten ist der Zugang frei, ebenso der Blick von oben. Tipp: Komm vor 8:00 Uhr oder spätabends, dann ist weniger los und du brauchst kein Ticket.
6. Die Galleria Borghese
Die ehemalige Villa eines Kardinals steckt voller Bernini-Skulpturen (Apollo und Daphne, Der Raub der Proserpina) und hat einen ganzen Saal voller Caravaggios. Sie ist klein genug, um sie ohne Museumsmüdigkeit zu genießen, weshalb sie für viele Rom-Kenner das Lieblingsmuseum ist.
Zeitbedarf: etwa 2 Stunden. Kostenpflichtig, Reservierung Pflicht: Es gibt keine Tickets an der Tageskasse, und die Besuche laufen in festen Zeitfenstern. Tipp: In der Hauptsaison sind die Zeitfenster Tage oder Wochen im Voraus ausgebucht. Buch also, sobald deine Reisedaten feststehen, und spazier danach durch den Park der Villa Borghese. Du kannst auch Tickets und Führungen für die Galleria Borghese finden, wenn die offiziellen Zeitfenster voll sind.

7. Piazza Navona und Campo de‘ Fiori
Die Piazza Navona hat noch die ovale Form des römischen Stadions, auf dem sie errichtet wurde, und in ihrer Mitte steht Berninis Vierströmebrunnen. Fünf Minuten entfernt findet auf dem Campo de‘ Fiori ein Vormittagsmarkt statt, der zwar touristisch, aber lebendig ist. Abends wird der Platz zum beliebten Treffpunkt für einen Drink.
Zeitbedarf: 1 Stunde. Kostenlos. Tipp: Schau dich um, aber iss woanders. Die Restaurants direkt am Platz lassen sich die Aussicht bezahlen, in den Seitenstraßen Richtung Via dei Coronari bekommst du mehr für dein Geld.
8. Ein Abend in Trastevere
Auf der anderen Seite des Tibers ist Trastevere ein Gewirr aus efeubewachsenen Gassen, kleinen Trattorien und Weinbars. Hier gehen auch die Römer selbst aus. Wirf vor dem Abendessen einen Blick in die Basilika Santa Maria in Trastevere mit ihren goldenen Mosaiken aus dem 12. Jahrhundert.
Zeitbedarf: ein Abend. Kostenlos. Tipp: Geh gegen Sonnenuntergang von Trastevere aus auf den Gianicolo hinauf und genieß den Panoramablick über die Kuppeln der Altstadt.
9. Die Engelsburg
Erbaut als Mausoleum für Kaiser Hadrian, später päpstliche Festung und Gefängnis und über einen erhöhten Fluchtgang mit dem Vatikan verbunden. Drinnen steigst du über eine spiralförmige Rampe durch fast zweitausend Jahre Geschichte hinauf und landest auf einer Terrasse mit einem der besten Blicke auf den Petersdom.
Zeitbedarf: 1,5 Stunden. Kostenpflichtig. Tipp: Kombiniere sie mit dem Petersdom, der nur 10 Gehminuten entfernt liegt, und überquere in der Abenddämmerung die mit Engeln gesäumte Engelsbrücke.
10. Die Via Appia und die Katakomben
Die Via Appia Antica, eine der ersten großen Straßen Roms, hat noch lange Abschnitte mit dem originalen Pflaster, gesäumt von Grabmälern und Pinien. Darunter liegen frühchristliche Katakomben, kilometerlange Grabgänge, die du mit einem Guide besichtigen kannst.
Zeitbedarf: ein halber Tag. Die Straße ist kostenlos, die Katakomben kosten Eintritt und werden im Rahmen von Führungen besichtigt. Tipp: Leih dir am Anfang der Straße ein Fahrrad. Die alten Pflastersteine gehen auf die Füße, und mit dem Rad kommst du über den vollsten ersten Abschnitt hinaus.
11. Die Kapitolinischen Museen und der Blick aufs Forum
Oben auf dem Kapitolshügel wird Michelangelos Piazza del Campidoglio von den Kapitolinischen Museen eingerahmt. Dort stehen die originale Bronzestatue des Mark Aurel und die Kapitolinische Wölfin. Geh hinter den Platz, dann hast du kostenlos einen Blick direkt hinunter aufs Forum Romanum.
Zeitbedarf: 2 Stunden für die Museen, 10 Minuten für die Aussicht. Museen kostenpflichtig, Platz und Aussichtspunkt kostenlos. Tipp: Die Caféterrasse der Museen bietet einen Blick über die Dächer, von dem die meisten gar nichts wissen.
12. Der Aventin: das Schlüsselloch und der Orangengarten
Ein ruhiger, grüner Wohnhügel mit zwei kleinen Überraschungen. Schau durch das Schlüsselloch der Tür des Malteserordens, und du siehst die Kuppel des Petersdoms perfekt eingerahmt am Ende eines Gartenwegs. Gleich um die Ecke hast du vom Giardino degli Aranci (Orangengarten) einen Blick über den Tiber, der bei Sonnenuntergang besonders schön ist.
Zeitbedarf: 1 Stunde. Kostenlos. Tipp: Rund um den Sonnenuntergang musst du am Schlüsselloch mit einer kurzen Schlange rechnen. Komm morgens, wenn es dir nur um den Ausblick geht.
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Praktische Tipps für Rom

Beste Reisezeit
April bis Anfang Juni und Mitte September bis Oktober sind ideal: warm genug für lange Tage draußen, aber ohne die große Hitze im Juli und August. Der August ist heiß, und rund um den Feiertag Mitte August (Ferragosto) schließen einige inhabergeführte Restaurants. Der Winter ist ruhiger und mild, die Tage sind aber kurz. Ostern und große Veranstaltungen im Vatikan ziehen riesige Menschenmengen an, also wirf vor der Buchung einen Blick in den Kalender.
Wie viele Tage brauchst du?
Drei volle Tage sind das Minimum, um die Gegend ums Kolosseum, den Vatikan und die Altstadt ohne Hetze zu sehen. Mit vier oder fünf Tagen kannst du die Galleria Borghese, die Via Appia und einen Tagesausflug ergänzen, zum Beispiel nach Pompeji. Mit Schnellzug und Bus wird das ein langer Tag, lies also vorher Lohnt sich Pompeji?.
Unterwegs in Rom
Die Altstadt erkundest du am besten zu Fuß. Für längere Strecken ist die Metro praktisch: Linie A zum Vatikan (Ottaviano) und zur Spanischen Treppe, Linie B zum Kolosseum (Colosseo). Busse und Straßenbahnen füllen die Lücken.
Den offiziellen Roma Pass gibt es laut der offiziellen Tourismusseite Roms als 48-Stunden-Karte (38 €) oder als 72-Stunden-Karte (62,90 €). Er umfasst den öffentlichen Nahverkehr, freien Eintritt in ein (48 h) bzw. zwei (72 h) Museen oder archäologische Stätten und danach Ermäßigungen. Er lohnt sich nur, wenn du die Freieintritte für teure Sehenswürdigkeiten nutzt und tatsächlich öffentliche Verkehrsmittel fährst. Die Vatikanischen Museen sind nicht enthalten, weil der Vatikan nicht zu Italien gehört.
Wo übernachten?
- Centro Storico (rund ums Pantheon und die Piazza Navona): Du erreichst alles zu Fuß, aber es ist die teuerste und belebteste Gegend.
- Monti: nah am Kolosseum, mit Dorfcharakter, unabhängigen Läden und guten Restaurants.
- Trastevere: stimmungsvoll und abends lebhaft, kann aber laut sein.
- Prati: ruhig, elegant und praktisch für den Vatikan, mit Metroanschluss.
- Rund um den Bahnhof Termini: praktisch für Züge zum Flughafen und für Tagesausflüge und oft günstiger, aber weniger charmant.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rom Sehenswürdigkeiten sind kostenlos?
Der Petersdom, der Trevi-Brunnen vom Platz aus, die Piazza Navona, Trastevere, das Schlüsselloch und der Orangengarten auf dem Aventin, die Via Appia und der Blick aufs Forum vom Kapitol aus kosten alle nichts. Auch viele Kirchen, darunter Santa Maria in Trastevere, beherbergen Kunst von Weltrang und sind kostenlos zugänglich.
Kann man Kolosseum und Vatikan am selben Tag besichtigen?
Das geht, aber wir würden es nicht tun. Beides bedeutet viel Laufen und Stehen, und allein der Vatikan nimmt den Großteil eines Vormittags ein. Gönn jedem einen eigenen halben Tag und fülle den Rest mit leichteren Zielen in der Nähe: Kapitol und Monti nach dem Kolosseum, Engelsburg oder Prati nach dem Vatikan.
Muss man Sehenswürdigkeiten in Rom im Voraus buchen?
Für die großen drei ja. Das Kolosseum arbeitet mit personalisierten Tickets mit Zeitfenster, die Galleria Borghese nimmt nur Reservierungen an, und wer in der Hauptsaison ohne Buchung zu den Vatikanischen Museen geht, muss oft lange warten. Kirchen, Plätze und Brunnen musst du nicht buchen.
Gibt es in Rom eine Kleiderordnung?
In Kirchen und im Vatikan ja: Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Nimm im Sommer ein leichtes Tuch oder einen Schal mit, damit du am Petersdom oder am Pantheon nicht abgewiesen wirst.
Kann man Rom gut zu Fuß erkunden?
Sehr gut sogar. Die meisten Hauptsehenswürdigkeiten liegen 15 bis 30 Gehminuten auseinander. Trag bequeme Schuhe, denn Kopfsteinpflaster und Hügel summieren sich. An Roms öffentlichen Trinkbrunnen (nasoni) bekommst du in der ganzen Innenstadt kostenlos sauberes Trinkwasser.
Titelbild: Foto: Bert Kaufmann from Roermond, Netherlands, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

