München Sehenswürdigkeiten

In München zeigt Bayern, was es hat: Königsschlösser, Kunstmuseen von Weltrang und Biergärten unter Kastanien, alles in einer kompakten, entspannten Innenstadt. Dazu ist München das Tor zu den Alpen, mit Schloss Neuschwanstein und Salzburg in Reichweite für einen Tagesausflug. Dieser Guide stellt dir die München Sehenswürdigkeiten vor, die deine Zeit wirklich wert sind, und verrät, welche du kostenlos sehen kannst.

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Du planst einen großen Ausflug ab München? Unsere ausführlichen Bewertungen verraten dir, was großartig ist, was überbewertet ist und wie du deinen Besuch planst.

Die 15 besten Sehenswürdigkeiten in München

Schloss Nymphenburg in München entlang der Mittelachse gesehen
Schloss Nymphenburg, Geburtsort von Ludwig II. (Foto: Richard Bartz, Munich aka Makro Freak, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons)

1. Das Glockenspiel am Marienplatz erleben

Münchens zentraler Platz wird vom neugotischen Neuen Rathaus eingerahmt, in dessen Turm eines der größten Glockenspiele Deutschlands hängt, mit 43 Glocken. Jeden Tag stellen lebensgroße Figuren eine Fürstenhochzeit aus dem 16. Jahrhundert mit Ritterturnier und den traditionellen Schäfflertanz nach.

Zeitbedarf: 15 Minuten für die Vorführung. Kosten: kostenlos. Tipp: Das Glockenspiel läuft täglich um 11:00 und 12:00 Uhr, von März bis Oktober zusätzlich um 17:00 Uhr. Der Platz ist dann rappelvoll, stell dich also eher weiter hinten hin, um den Turm besser zu sehen, oder schau von einer Caféterrasse gegenüber zu.

2. Auf den Turm des Neuen Rathauses fahren

Ein Aufzug bringt dich im Turm des Neuen Rathauses hinauf zu einer Aussichtsplattform direkt über dem Marienplatz, mit den beiden Kuppeltürmen der Frauenkirche vor dir und an klaren Tagen den Alpen am Horizont.

Zeitbedarf: 30 Minuten. Kosten: kostenpflichtig; laut muenchen.de gibt es Tickets ab 7 € für ein 20-minütiges Zeitfenster. Tipp: Der Turm ist täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet (letzte Auffahrt 19:40 Uhr). Die Abendslots bieten das schönste Licht über den Dächern.

3. Auf den Turm von St. Peter (Alter Peter) steigen

Münchens älteste Pfarrkirche steht gleich neben dem Marienplatz, und ihr Turm ist die klassische Alternative zum Rathausturm. Einen Aufzug gibt es nicht, nur eine lange, enge Treppe, doch zur Belohnung siehst du auch das Neue Rathaus selbst.

Zeitbedarf: 45 Minuten. Kosten: kleine Gebühr für den Turm. Tipp: Hinauf und hinunter geht es über dieselbe schmale Treppe, lass es also lieber, wenn du enge Räume nicht magst. An einem Föhntag (warmer, trockener Südwind) wirken die Alpen zum Greifen nah.

4. In die Frauenkirche gehen

Der Backsteindom mit seinen zwei Türmen mit den „welschen Hauben“ ist Münchens bekanntestes Wahrzeichen. Innen ist er überraschend schlicht und hell, doch halte in der Eingangshalle Ausschau nach dem „Teufelstritt“, einem Fußabdruck im Boden, um den sich eine lokale Legende rankt.

Zeitbedarf: 20 Minuten. Kosten: kostenlos. Tipp: Nach einem Bürgerentscheid 2004 hat München neue Hochhäuser in der Innenstadt begrenzt, deshalb dominiert die Frauenkirche noch immer die Skyline. Das schönste Motiv der Türme hast du von St. Peter aus.

5. Über den Viktualienmarkt schlemmen

Münchens Lebensmittelmarkt gibt es seit dem frühen 19. Jahrhundert: Obst- und Gemüsestände, Metzger, Käsetheken, eine Fischhalle und ein Biergarten unter dem Maibaum. Hier holst du dir eine Leberkässemmel oder ein Weißwurstfrühstück.

Zeitbedarf: 1 Stunde. Kosten: Bummeln ist gratis. Tipp: Sonntags und an Feiertagen ist der Markt geschlossen. Wenn du mehr probieren willst, als du selbst bestellen kannst, führt dich eine Food-Tour über den Viktualienmarkt mit Kostproben zu den besten Ständen.

6. Die Münchner Residenz erkunden

Das ehemalige Stadtschloss der Wittelsbacher ist eines der größten Schlossmuseen Europas: der Renaissance-Saal Antiquarium, prachtvolle Prunkräume, die Schatzkammer mit Kronen und Juwelen und das Rokoko-Cuvilliés-Theater. Die Residenz ist weit weniger überlaufen als Neuschwanstein und, Raum für Raum, eindrucksvoller.

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Zeitbedarf: 2 bis 3 Stunden für Residenzmuseum und Schatzkammer. Kosten: kostenpflichtig, mit Kombitickets für Museum, Schatzkammer und Theater. Tipp: Rucksäcke und Taschen über 35 x 30 x 12 cm sind drinnen nicht erlaubt, es gibt aber eine kostenlose, beaufsichtigte Garderobe. Der Hofgarten nebenan ist kostenlos und wunderschön.

7. Durch den Englischen Garten spazieren und den Eisbachsurfern zuschauen

Der Englische Garten gehört zu den größten Stadtparks der Welt und ist größer als der Central Park in New York. An seinem Südende reiten Surfer auf der stehenden Welle des Eisbachs, auch im Winter, sofern der Wasserstand es zulässt. Weiter drinnen findest du Wiesen, den Monopteros mit Blick auf die Skyline und den Biergarten am Chinesischen Turm.

Zeitbedarf: 2 Stunden bis ein halber Tag. Kosten: kostenlos. Tipp: Die Eisbachwelle liegt direkt neben dem Haus der Kunst. Schwimmen im Eisbach ist wegen der starken Strömung gefährlich, überlass das also den Einheimischen, die ihn kennen.

8. Eine Maß im Bierkeller oder Biergarten trinken

Das Hofbräuhaus ist laut, touristisch und trotzdem einmal sehenswert, wegen der bemalten Gewölbe und der Blaskapelle. Authentischer wird es im Biergarten: im Augustiner-Keller, im Hirschgarten oder am Chinesischen Turm. Bier gibt es hier literweise (eine Maß).

Zeitbedarf: ein Nachmittag oder Abend. Kosten: du zahlst, was du isst und trinkst. Tipp: In traditionellen Biergärten darfst du an den Tischen ohne Tischdecke deine eigene Brotzeit mitbringen; nur die Getränke musst du vor Ort kaufen.

9. Alte Meister in der Alten Pinakothek sehen

Die Alte Pinakothek ist eine der großen Gemäldegalerien Alter Meister weltweit, mit Dürer, Rubens, Rembrandt und Leonardo da Vinci. Sie ist das Herzstück des Kunstareals, Münchens Museumsviertel, zu dem auch die Pinakothek der Moderne und das Museum Brandhorst gehören.

Zeitbedarf: 2 Stunden. Kosten: kostenpflichtig, sonntags aber nur 1 € für die Dauerausstellungen. Tipp: Montags ist die Alte Pinakothek geschlossen. Die Neue Pinakothek ist bis 2029 wegen Sanierung geschlossen, eine Auswahl ihrer Highlights aus dem 19. Jahrhundert ist aber in der Alten Pinakothek zu sehen.

10. Einen Regentag im Deutschen Museum verbringen

Eines der größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt, auf einer Insel in der Isar. Dich erwarten Flugzeuge, Schiffe, historische Instrumente und viele Experimente zum Mitmachen. Das Museum steckt mitten in einer langen Modernisierung, ist aber geöffnet.

Zeitbedarf: mindestens ein halber Tag. Kosten: kostenpflichtig. Tipp: Das Museum ist täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Kauf dein Ticket online und such dir zwei oder drei Bereiche aus, statt alles sehen zu wollen.

11. Schloss Nymphenburg besuchen

Die barocke Sommerresidenz der bayerischen Herrscher ist der Geburtsort von König Ludwig II. Innen sind der Steinerne Saal und die Schönheitengalerie die Highlights, draußen ein riesiger Park mit Kanälen, Parkburgen und dem Marstallmuseum mit den königlichen Kutschen.

Zeitbedarf: ein halber Tag. Kosten: Schloss, Marstallmuseum und Parkburgen sind kostenpflichtig; der Spaziergang im Park ist kostenlos. Tipp: Für das Schloss gibt es Zeitfenstertickets, für Marstallmuseum und Parkburgen brauchst du kein Zeitfenster. Gondelfahrten auf dem Mittelkanal gibt es von April bis Oktober.

12. BMW Welt und den Olympiapark besuchen

Die BMW Welt, Ausstellungs- und Auslieferungszentrum der Marke, ist kostenlos zugänglich und macht auch ohne Autobegeisterung Spaß. Das BMW Museum nebenan zeigt ein Jahrhundert Autos und Motorräder. Gegenüber liegt der Olympiapark von 1972 mit seinen berühmten Zeltdächern, einem Hügel mit Blick auf die Skyline und dem Olympiaturm.

Zeitbedarf: ein halber Tag. Kosten: BMW Welt und Park kostenlos, Museum und Turm kostenpflichtig. Tipp: Das BMW Museum ist montags geschlossen und nimmt kein Bargeld an. Fahr mit der U3 bis Olympiazentrum.

13. Aufs Oktoberfest gehen (wenn es zu deinen Reisedaten passt)

Das größte Volksfest der Welt füllt die Theresienwiese mit Bierzelten, Fahrgeschäften und Menschen in Tracht. 2026 läuft die Wiesn vom 19. September bis 4. Oktober. Außerhalb der Wiesn-Zeit bieten das kleinere Frühlingsfest und die Christkindlmärkte der Stadt eine ähnliche Stimmung mit weniger Gedränge.

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Zeitbedarf: ein halber Tag oder ein Abend. Kosten: Der Zutritt zum Festgelände ist frei; Essen, Bier und Fahrgeschäfte kosten. Tipp: Komm an einem Wochentag vor 11:00 Uhr, dann findest du auch ohne Reservierung einen Platz im Zelt. Buch deine Unterkunft Monate im Voraus, denn die Preise steigen während der Wiesn stark.

14. Einen Tagesausflug zu Schloss Neuschwanstein machen

König Ludwigs II. Märchenschloss über der Pöllatschlucht ist der berühmteste Tagesausflug ab München. Die Lage und der Blick von der Marienbrücke sind spektakulär, die Führung durch die Innenräume ist kurz. Unser ausführliches Fazit liest du in Lohnt sich Schloss Neuschwanstein?

Zeitbedarf: ein ganzer Tag, mit Zug und Bus meist 10 bis 12 Stunden. Kosten: kostenpflichtig für die Schlossführung. Tipp: Ins Schloss kommst du nur mit einer Führung zu fester Uhrzeit, und Tickets für denselben Tag sind begrenzt, also buch vorab. Wenn du nicht mit Zügen, Bussen und einem festen Führungstermin jonglieren willst, übernimmt ein geführter Tagesausflug nach Neuschwanstein ab München die Logistik, oder du vergleichst alle Touren und Tickets für Neuschwanstein.

15. Die KZ-Gedenkstätte Dachau besuchen

Das im März 1933 eröffnete Dachau war das erste reguläre Konzentrationslager der Nationalsozialisten und Vorbild für die Lager, die folgten. Mehr als 200.000 Menschen waren hier inhaftiert, 41.500 wurden ermordet. Zur Gedenkstätte in der Stadt Dachau gehören der ehemalige Appellplatz, rekonstruierte Baracken und die Hauptausstellung.

Zeitbedarf: ein halber Tag inklusive Anreise ab München. Kosten: Der Eintritt ist frei; Audioguides und Führungen werden angeboten. Tipp: Die Gedenkstätte ist täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und ab München mit S-Bahn und Bus erreichbar. Englischsprachige Führungen finden täglich um 11:00 und 13:00 Uhr statt.

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Praktische Tipps für München

Läden und Besucher auf dem Viktualienmarkt in München
Der Viktualienmarkt, sonntags und an Feiertagen geschlossen. (Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Beste Reisezeit

Mai bis Anfang Juli und September sind die besten Monate, mit langen Abenden im Biergarten. Ende September und Anfang Oktober ist Oktoberfest: tolle Stimmung, aber sehr voll und teuer. Im Dezember locken die Christkindlmärkte am Marienplatz und anderswo. Januar bis März ist es kalt und ruhig, eine gute Zeit für Museen und die verschneiten Alpen.

Wie viele Tage brauchst du?

Plane drei Tage für die Stadt ein: einen für die Altstadt (Marienplatz, Frauenkirche, Viktualienmarkt, Residenz), einen für den Englischen Garten und die Museen und einen für Nymphenburg oder den Olympiapark. Rechne einen ganzen Tag für Neuschwanstein dazu und einen weiteren, wenn du Salzburg oder die Zugspitze sehen willst. Kommst du aus einer anderen Ecke Deutschlands, aus Österreich oder der Schweiz, funktioniert München auch gut als langes Wochenende, mit den Tagesausflügen als eigener Reise.

Unterwegs in München

Die Altstadt ist kompakt und gut zu Fuß zu erkunden. Für alles andere ist das MVV-Netz aus U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus schnell und zuverlässig; Tickets kaufst du in der MVV-App oder an Automaten. Beachte, dass Tageskarten für die Stadtzone nicht automatisch den Flughafen abdecken. Hast du schon ein Deutschlandticket, gilt es auch im Münchner Nahverkehr und in Regionalzügen im ganzen Land, du brauchst dann also kein extra Ticket. Außerdem gibt es offizielle City-Pässe, die Nahverkehr mit freien oder ermäßigten Eintritten kombinieren; sie rechnen sich nur, wenn du in kurzer Zeit viele kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten besuchst.

Wo übernachten?

  • Altstadt: am nächsten an den Hauptsehenswürdigkeiten, aber am teuersten.
  • Maxvorstadt: das Museums- und Univiertel, mit Cafés und guter Verkehrsanbindung.
  • Schwabing: grün, nah am Englischen Garten, mit entspanntem Viertelgefühl.
  • Glockenbachviertel und Isarvorstadt: angesagte Bars und Restaurants, nah an der Isar und der Altstadt.
  • Rund um den Hauptbahnhof: praktisch für Tagesausflüge mit dem Zug, die Gegend selbst ist aber nicht besonders schön.

Häufig gestellte Fragen

Surfer auf der stehenden Welle des Eisbachs im Englischen Garten, München
Surfen auf der Eisbachwelle im Englischen Garten. (Foto: Martin Falbisoner, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

Wie viele Tage brauche ich für die München Sehenswürdigkeiten?

Drei Tage reichen für die Highlights der Stadt in entspanntem Tempo. Rechne für jeden Tagesausflug, etwa nach Neuschwanstein oder Salzburg, einen Tag dazu.

Was kann man in München kostenlos machen?

Das Glockenspiel anschauen, die Frauenkirche besuchen, über den Viktualienmarkt bummeln, durch den Englischen Garten spazieren und den Eisbachsurfern zusehen, durch den Hofgarten und den Nymphenburger Schlosspark schlendern, BMW Welt und Olympiapark erkunden und die KZ-Gedenkstätte Dachau besuchen. Sonntags kosten die Pinakotheken nur 1 €.

Lohnt sich Neuschwanstein als Tagesausflug ab München?

Für die meisten ja, aber rechne mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit einem langen Tag von 10 bis 12 Stunden. Die Lage ist das Highlight, die Führung durch die Innenräume ist kurz. Buch deinen Führungstermin vorab oder schließ dich einem organisierten Tagesausflug an.

Ist München teuer?

München ist eine der teuersten Städte Deutschlands, vor allem bei Unterkünften, und während des Oktoberfests und großer Messen erreichen die Preise ihren Höhepunkt. Günstiger wird es, wenn du auf Märkten und in Biergärten isst und die vielen kostenlosen Sehenswürdigkeiten nutzt.

Wann ist das Oktoberfest 2026?

Das Oktoberfest 2026 läuft vom 19. September bis 4. Oktober auf der Theresienwiese. Der Zutritt zum Festgelände ist frei, und wenn du früh an einem Wochentag kommst, findest du in vielen Zelten auch ohne Reservierung einen Platz.

Titelbild: Foto: Martin Falbisoner, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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