Mailand Sehenswürdigkeiten

Mailand ist Italiens Wirtschafts- und Modehauptstadt und macht für Besucher nicht so viel Show wie Rom oder Venedig. Die Mailand Sehenswürdigkeiten liegen weiter verstreut und verstecken sich oft hinter schlichten Fassaden: Leonardos Abendmahl im ehemaligen Speisesaal eines Klosters, eine Kirche, deren Wände komplett mit Fresken bedeckt sind, und ein gotischer Dom, über dessen Dach du laufen kannst. Zwei gut geplante Tage reichen, damit die meisten ihre Meinung über die Stadt ändern.

Das Abendmahl, die Domterrassen, der Comer See: Vergleiche die bestbewerteten Touren in Mailand auf einen Blick
Kostenlose Stornierung bei den meisten Touren

Transparenzhinweis: Diese Seite enthält Links zu GetYourGuide. Wenn du darüber buchst, erhält People & Media eventuell eine kleine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten.

Advertisement

Unsere ehrlichen Bewertungen der Sehenswürdigkeiten

Einige Sehenswürdigkeiten in Mailand sind schwer zu buchen und schnell überteuert. Unsere ehrlichen Bewertungen sagen dir, ob sie den Aufwand wert sind und wie du reinkommst.

Die 12 besten Sehenswürdigkeiten in Mailand

Blick nach oben in die Kuppel aus Glas und Eisen der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand
Die Glaskuppel der Galleria Vittorio Emanuele II. (Foto: Terragio67, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Das sind die Mailand Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse, die wir priorisieren würden – von Leonardo und dem Dom über den Aperitivo am Kanal bis zu einem Tag am Comer See. Zu jedem Punkt steht, wie lange er dauert und ob du ein Ticket brauchst.

1. Leonardo da Vincis Abendmahl

Das Abendmahl wurde in den 1490er-Jahren an die Wand des Refektoriums neben Santa Maria delle Grazie gemalt. Es ist fragil und verblasst – und trotzdem eines der bewegendsten Kunstwerke der Welt. Es in dem Raum zu sehen, für den es geschaffen wurde, und in seiner echten Größe, ist etwas ganz anderes als das Bild, das du kennst.

Zeitbedarf: 15 Minuten im Raum, in kleinen Gruppen mit Zeitfenster. Kostenpflichtig, Buchung für alle Pflicht. Tipp: Die Tickets werden Monate im Voraus in Kontingenten freigegeben und sind schnell ausverkauft. Buch also, sobald deine Reisedaten feststehen. Unsere Bewertung Lohnt sich das Abendmahl? erklärt, wie das Freigabesystem funktioniert. Wenn die offiziellen Zeitfenster weg sind, haben Touren mit inkludiertem Ticket oft noch Plätze frei.

2. Der Mailänder Dom und seine Dachterrassen

Der Bau des Mailänder Doms dauerte fast sechs Jahrhunderte. Er ist mit mehr als 3.000 Statuen und einem Wald aus Marmorspitzen geschmückt, und seine Buntglasfenster gehören zu den größten der Welt. Das eigentliche Highlight ist aber das Dach: Du spazierst zwischen den Fialen hindurch, direkt unter der Madonnina, der vergoldeten Statue auf der höchsten Spitze, und an klaren Tagen siehst du die Alpen.

Zeitbedarf: 1,5 bis 2 Stunden für Dom und Terrassen. Kostenpflichtig: Die Terrassen erreichst du mit dem Aufzug oder, günstiger, über die Treppe. Tipp: Buch online ein Ticket mit Zeitfenster und geh am späten Nachmittag, dann ist das Licht auf dem Marmor am schönsten. Im Inneren müssen Schultern und Knie bedeckt sein. Wenn du einen Guide möchtest, kannst du Tickets und Touren für Dom und Dachterrassen vergleichen.

3. Galleria Vittorio Emanuele II

Diese Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert direkt neben dem Dom, mit ihrer hoch aufragenden Kuppel aus Glas und Eisen, ist eine der elegantesten überdachten Straßen Europas. Luxusmarken und historische Cafés füllen die Arkaden, und der Mosaikboden ist mit den Wappen italienischer Städte verziert.

Zeitbedarf: 30 Minuten. Kostenlos. Tipp: Mach es wie die Einheimischen und dreh dich unter der Kuppel für ein bisschen Glück auf dem Stier-Mosaik (dem Wappen von Turin) auf der Ferse. Ein Kaffee in einem der historischen Cafés hier ist teuer, aber du bezahlst für das Ambiente.

4. Das Teatro alla Scala und sein Museum

Hinter einer überraschend schlichten Fassade verbirgt sich eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt, in dem Verdi und Puccini ihre Opern uraufführten. Das Museum zeigt Kostüme, Instrumente und Porträts und lässt dich, wenn gerade keine Probe läuft, aus einer Loge in den Zuschauersaal blicken.

Zeitbedarf: 45 Minuten für das Museum, ein Abend für eine Vorstellung. Kostenpflichtig. Tipp: Auch wenn Oper nicht dein Ding ist, lohnt sich der Blick aus der Loge in den rot-goldenen, hufeisenförmigen Saal. Wenn du eine Vorstellung sehen willst, schau auf der offiziellen Website nach Last-Minute- und Galerieplätzen.

Advertisement

5. Das Castello Sforzesco und der Parco Sempione

In der mächtigen Backsteinfestung der Sforza-Herzöge, in der einst Leonardo da Vinci arbeitete, sind heute die städtischen Museen untergebracht. Highlight ist Michelangelos letzte Skulptur, die unvollendete Pietà Rondanini, die ein eigenes Museum hat. Hinter dem Castello erstreckt sich der Parco Sempione, Mailands größte zentrale Grünfläche, bis zum Arco della Pace.

Zeitbedarf: 2 bis 3 Stunden inklusive Park. Innenhöfe und Park kostenlos, Museen kostenpflichtig. Laut der offiziellen Website des Castello sind die Innenhöfe täglich von 7:00 bis 19:30 Uhr geöffnet, die Museen dienstags bis sonntags (montags geschlossen), mit einem Ticket für alle. Tipp: Die Sala delle Asse, der von Leonardo ausgemalte Saal, ist derzeit wegen Restaurierung geschlossen. Komm also nicht nur deswegen.

6. Pinacoteca di Brera und das Brera-Viertel

Mailands große Gemäldegalerie besitzt Meisterwerke wie Mantegnas Beweinung Christi, Raffaels Vermählung der Jungfrau und Hayez‘ Der Kuss, eines der am häufigsten reproduzierten Gemälde Italiens. Rund um die Galerie zeigt sich Mailand im Brera-Viertel von seiner charmantesten Seite: Kopfsteinpflaster, Galerien, Cafés und kleine Boutiquen.

Zeitbedarf: 2 Stunden für die Galerie plus Zeit zum Bummeln. Galerie kostenpflichtig, Viertel kostenlos. Tipp: Verpass nicht den Botanischen Garten von Brera, einen kleinen, ruhigen Garten versteckt hinter dem Palazzo.

Renaissance-Innenhof mit Säulengang und Wasserbecken im Castello Sforzesco, Mailand
Die Innenhöfe des Castello kannst du täglich kostenlos besuchen. (Foto: Terragio67, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

7. San Maurizio al Monastero Maggiore

Von außen ist es eine unscheinbare Kirche am Corso Magenta. Drinnen ist jeder Quadratmeter der Wände und Gewölbe mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert bedeckt, was ihr den Spitznamen „Sixtinische Kapelle Mailands“ eingebracht hat. Der hintere Saal, einst den Nonnen vorbehalten, ist genauso prachtvoll ausgemalt.

Zeitbedarf: 30 Minuten. Kostenlos. Tipp: Die Kirche liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Abendmahl entfernt, besuch sie also direkt nach deinem Zeitfenster in Santa Maria delle Grazie.

8. Die Navigli und der Aperitivo

Der Naviglio Grande und der Naviglio Pavese sind die Überreste eines Kanalnetzes, über das einst der Marmor für den Dom in die Stadt gebracht wurde. Heute reihen sich an den Ufern Bars und Restaurants aneinander, und am frühen Abend ist Zeit für den Aperitivo: einen Drink, zu dem traditionell Snacks serviert werden.

Zeitbedarf: ein Abend. Herumschlendern ist kostenlos, die Drinks nicht. Tipp: Schau in den Vicolo dei Lavandai, ein altes überdachtes Waschhaus am Naviglio Grande. Am letzten Sonntag der meisten Monate findet entlang des Kanals ein großer Antiquitätenmarkt statt.

9. Die Basilika Sant’Ambrogio

Die rote Backsteinbasilika wurde im 4. Jahrhundert vom heiligen Ambrosius, dem Stadtpatron Mailands, gegründet. Sie ist eine der ältesten Kirchen der Stadt und war Vorbild für die romanische Architektur in der ganzen Lombardei. Das Atrium davor ist ein ruhiger Ort mitten in der hektischen Stadt, und der goldene Altar im Inneren ist ein Schatz frühmittelalterlicher Goldschmiedekunst.

Zeitbedarf: 30 bis 45 Minuten. Kostenlos (für einige Nebenbereiche kann eine kleine Gebühr anfallen). Tipp: Kombiniere sie mit dem Abendmahl und San Maurizio zu einem halbtägigen Spaziergang durch Mailands älteste Kirchen.

10. Porta Nuova und der Bosco Verticale

Das moderne Gesicht Mailands: ein Viertel aus Glastürmen rund um die Piazza Gae Aulenti, darunter der Bosco Verticale, zwei mit Hunderten von Bäumen bepflanzte Wohntürme. Der Park Biblioteca degli Alberi daneben ist ein schöner Ort, um die Skyline zu betrachten.

Zeitbedarf: 1 Stunde. Kostenlos. Tipp: Lauf von Brera über den Corso Garibaldi hierher und geh dann weiter ins Viertel Isola zum Abendessen.

Advertisement

11. Der Monumentalfriedhof

Der Cimitero Monumentale ist ein Freilichtmuseum für Skulptur und Architektur: Miniaturtempel, Jugendstilgräber und prächtige Familiendenkmäler der Mailänder Industriedynastien. Er gehört zu den ungewöhnlichsten und friedlichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Zeitbedarf: 1 bis 1,5 Stunden. Kostenlos. Tipp: Hol dir am Eingang einen Plan, um die bemerkenswertesten Gräber zu finden, und denk daran, dass der Friedhof noch in Betrieb ist – verhalte dich also respektvoll.

12. Tagesausflug: der Comer See

Der Comer See mit seinen Villen, der Bergkulisse und Orten wie Bellagio und Varenna liegt mit dem Zug nur etwa eine Stunde von Mailand entfernt. Er ist ein einfacher und spektakulärer Tagesausflug, vor allem wenn du noch eine Fährfahrt zwischen den Orten einbaust.

Zeitbedarf: ein ganzer Tag. Kostenpflichtig (Zug und Fähren oder eine Tour). Tipp: Züge fahren in die Stadt Como und nach Varenna am Ostufer; von Varenna ist es mit der Fähre nur ein Katzensprung nach Bellagio. Sommerwochenenden sind sehr voll. Wenn du dich nicht selbst um die Verbindungen kümmern willst, vergleiche Tagesausflüge von Mailand an den Comer See.

Planst du eine Städtereise?
Der 3-Tage-Plan für Mailand
  • Stundengenauer Reiseplan für 3 Tage
  • Google-Maps-Liste mit allen Stopps
  • Was du vorab buchen solltest (und wann)
  • Funktioniert offline auf dem Handy

Praktische Tipps für Mailand

Kopfsteingepflasterte Uferstraße am Naviglio Grande in Mailand mit überdachtem Waschhaus
Das alte überdachte Waschhaus am Naviglio Grande, ruhig vor dem Aperitivo-Trubel. (Foto: Gerda Arendt, CC0, via Wikimedia Commons)

Beste Reisezeit

April bis Juni sowie September und Oktober sind die angenehmsten Monate. Im August leert sich die Stadt, es ist heiß, und viele Geschäfte und Restaurants machen Sommerpause. Bei großen Veranstaltungen wie der Mailänder Modewoche und der Designmesse Salone del Mobile im April steigen die Hotelpreise stark, also wirf vor der Buchung einen Blick in den Veranstaltungskalender. Der Winter ist kalt und oft neblig, aber dann ist auch Opernsaison an der Scala.

Wie viele Tage brauchst du?

Zwei Tage reichen für Abendmahl, Dom, Castello, Brera und die Navigli. Nimm einen dritten Tag für den Comer See dazu. Mailand eignet sich außerdem gut als erste oder letzte Station einer längeren Italienreise, mit Schnellzügen nach Venedig, Florenz und Rom.

Unterwegs in Mailand

Das Zentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden, den Rest decken Metro, Straßenbahnen und Busse von ATM ab. Die Metro ist am schnellsten; die rote Linie (M1) und die gelbe Linie (M3) halten beide an der Station Duomo. An den Metro-Schranken kannst du einfach mit einer kontaktlosen Bankkarte ein- und auschecken, Papiertickets brauchst du also nicht. Auch Mailands historische orangefarbene Straßenbahnen sind eine schöne Art, die Stadt zu sehen.

Wo übernachten?

  • Centro Storico (rund um den Dom): alles fußläufig erreichbar, aber teuer.
  • Brera: charmant und zentral, mit vielen Restaurants und Bars.
  • Porta Nuova und Garibaldi: modern, gut angebunden und nah am Nachtleben von Isola.
  • Navigli und Porta Genova: abends lebhaft, etwas weiter von den Hauptsehenswürdigkeiten entfernt.
  • Rund um Milano Centrale: praktisch für Züge und Flughafenbusse, oft günstiger, aber weniger schön.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich ein Besuch in Mailand?

Ja, vor allem wenn du Kunst, Architektur, Design und gutes Essen magst. Mailand hat nicht den sofortigen Wow-Effekt von Venedig oder Florenz, aber das Abendmahl, die Domterrassen und die versteckten Kirchen und Viertel machen die Stadt zu einem lohnenden Ziel für zwei Tage – mit dem Comer See direkt vor der Haustür.

Wie weit im Voraus sollte man das Abendmahl buchen?

So früh wie möglich. Die Tickets werden mehrere Monate im Voraus in Kontingenten freigegeben und sind oft innerhalb weniger Tage ausverkauft, besonders für Wochenenden sowie im Frühjahr und Sommer. Wenn du kein offizielles Ticket bekommst, ist eine Führung mit inkludiertem Ticket die zuverlässigste Option.

Lohnt sich der Aufstieg auf die Dachterrassen des Doms?

Auf jeden Fall. Der Spaziergang zwischen den Marmorspitzen ist der eindrucksvollste Teil eines Dombesuchs, und an klaren Tagen reicht der Blick bis zu den Alpen. Wenn du fit bist, ist die Treppe günstiger als der Aufzug.

Welche Mailand Sehenswürdigkeiten sind kostenlos?

Die Galleria Vittorio Emanuele II, San Maurizio al Monastero Maggiore, die Innenhöfe des Castello Sforzesco und der Parco Sempione, Sant’Ambrogio, die Navigli, Porta Nuova und der Monumentalfriedhof kosten alle nichts.

Kann man den Comer See als Tagesausflug von Mailand machen?

Ganz einfach. Mit dem Zug bist du in etwa einer Stunde in Como oder Varenna, und Fähren verbinden die Orte am See. Starte früh, um den Tag optimal zu nutzen, und prüf vor der Abfahrt, wann der letzte Zug zurückfährt.

Titelbild: Foto: Steffen Schmitz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Advertisement

Ready to go beyond reading?

Become a member and unlock everything — courses, podcasts, the community, and live sessions with our speakers.

Become a member €9.99/month · Cancel anytime